Köln im Fokus: Kommt der schnelle Zug nach London wirklich?

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Köln prüft eine Direktzugverbindung nach London bis 2029, die Reisezeit verkürzt und wirtschaftliche Impulse bringen könnte.

Köln prüft eine Direktzugverbindung nach London bis 2029, die Reisezeit verkürzt und wirtschaftliche Impulse bringen könnte.
Köln prüft eine Direktzugverbindung nach London bis 2029, die Reisezeit verkürzt und wirtschaftliche Impulse bringen könnte.

Köln im Fokus: Kommt der schnelle Zug nach London wirklich?

Gerüchte über eine neue Schnellzugverbindung zwischen Köln und London halten sich hartnäckig. Die Deutsche Bahn hat sich nun zu diesen Spekulationen geäußert und zeigt ein gewisses Interesse an der Möglichkeit einer Direktverbindung. Damit könnte sich für Köln ein ganz neues Kapitel aufschlagen, das nicht nur die Reisezeit verkürzt, sondern auch wirtschaftliche und touristische Vorteile mit sich bringen würde. Laut t-online.de könnte eine solche Verbindung den internationalen Verkehr in der Region maßgeblich ankurbeln.

Die Vision einer reibungslosen Verbindung zwischen Köln und London hat nicht nur die Transportbranche in Aufregung versetzt. Insbesondere britische Unternehmen könnten Köln als einen attraktiveren Standort wahrnehmen, was die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt weiter stärken würde. Aktuell müssen Reisende zwischen beiden Städten einen Umweg über Brüssel oder Paris in Kauf nehmen, was in der Regel eine Fahrzeit von etwa viereinhalb bis sieben Stunden mit sich bringt. Eine neue Direktverbindung könnte diese Zeit auf unter drei Stunden reduzieren, ähnlich zu bestehenden Verbindungen von Paris nach London, berichtet verliebtinkoeln.com.

Logistische Herausforderungen

Die Umsetzung einer Direktverbindung erfordert jedoch umfangreiche bauliche Anpassungen am Kölner Hauptbahnhof. Denn Großbritannien gehört nicht zum Schengen-Raum, was bedeutet, dass Reisende durch Pass- und Sicherheitskontrollen müssen. Derzeit sieht die Deutsche Bahn nur die Möglichkeit vor, einen Bereich des Hauptbahnhofs temporär abzusondern, konkret auf Gleis 1. Dies würde allerdings die Nutzung anderer Gleise für den nationalen Regional- und Fernverkehr beeinträchtigen, was die Stadt Köln und die Verkehrsorganisation go.Rheinland kritisch betrachten.

Die Aussicht auf eine schnellere Verbindung könnte nicht nur die Mobilität erhöhen, sondern auch den Tourismus ankurbeln. Britische Reisende stellen mittlerweile die zweitgrößte ausländische Besuchergruppe in Köln dar. Über 200 britische Unternehmen sind bereits Teil des wirtschaftlichen Lebens in der Stadt. Die Möglichkeit einer Direktverbindung könnte dazu führen, dass noch mehr Investitionen und Touristen den Weg nach Köln finden, was für die lokalwirtschaftlichen Akteure ein wirklich attraktives Geschäft darstellen würde.

Internationaler Bahnverkehr im Aufschwung

Für den internationalen Bahnverkehr insgesamt stehen die Zeichen also auf Wachstum. Getlink hat bereits angekündigt, den Bahnverkehr von London aus zu erweitern und plant direkte Verbindungen nach Städten wie Frankfurt, Zürich und Genf bis 2029. Damit wird Köln als potenzielles Ziel für zukünftige Verbindungen in den Fokus gerückt. Der Londoner Bahnhof St Pancras wird zudem für eine Kapazitätserweiterung vorbereitet, die die Zahl der Reisenden von 1.800 auf 5.000 pro Stunde anheben soll, was den reibungslosen Betrieb solcher Verbindungen entscheidend verbessern könnte. Dies legt das Fundament für ein leistungsfähigeres Schienennetz in ganz Europa, wie auch dw.com berichtet.

Die Möglichkeit, Tickets für eine solche Verbindung unkompliziert über die Deutsche Bahn-App oder die Website zu buchen, könnte zusätzliche Anreize für Reisende bieten. Ab Herbst 2023 wird der Ticketkauf für europäische Bahnreisen vereinfacht und soll die Buchung internationaler Fahrten ebenso einfach gestalten wie nationale. Bisher mussten Reisende häufig mehrere Fahrscheine erwerben, was die Reiseplanung nicht gerade erleichtert hat, aber diese neuen digitalen Schritte zeigen, dass es voran geht.

In der kommenden Zeit wird sich zeigen, wie konkret die Pläne für eine Direktverbindung nach London sind und ob die logistischen Herausforderungen gemeistert werden können. Für Köln könnte sich jedenfalls ein Fenster zur internationalen Schienenvernetzung öffnen, und darauf dürfen wir alle gespannt sein!