Köln im Fahrradrausch: Mehr Radfahrer als Autofahrer am Hohenzollernring!
Köln verzeichnet 2025 einen Anstieg des Radverkehrs um 2% jährlich. Mehr Radfahrer als Autofahrer am Hohenzollernring.

Köln im Fahrradrausch: Mehr Radfahrer als Autofahrer am Hohenzollernring!
In Köln boomt die Radfahrerszene: Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, das Fahrrad als Fortbewegungsmittel zu nutzen. Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, dass bereits seit 2007 ein kontinuierliches Wachstum von zwei Prozent pro Jahr im Radverkehr verzeichnet wird. Besonders auffällig war der 12. Mai 2023, als am Hohenzollernring erstmals mehr Radfahrer (11.300) als Autofahrer (10.600) gezählt wurden. Solche Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie sich das Stadtbild durch die gestiegene Radnutzung verändert.
Die Zunahme im Radverkehr ist vor allem den gut ausgebauten Fahrradstraßen zuzuschreiben. Ein herausragendes Beispiel dafür ist der Friesenwall, wo sich die Zahl der Radfahrer von 1.050 im Jahr 2007 auf 2.250 im Jahr 2022 mehr als verdoppelt hat. Der Erfolg der Fahrradstraßen wird seitens der Stadt Köln als Hauptgrund für den Trend dargestellt.
Umfangreiche Zählungen und neue Initiativen
Um die Radverkehrszählungen weiter auszubauen, plant die Stadt Köln, die Anzahl der Dauerzählstellen bis 2030 auf etwa 35 zu erhöhen. In diesem Jahr werden bereits drei neue Zählstellen auf der Kalker Hauptstraße, in der Maybachstraße und am Niehler Gürtel installiert. Die Stadtverwaltung verfolgt mit diesen Maßnahmen das Ziel, die Radnutzung weiter zu fördern und bessere Daten zur Verfügung zu stellen.
Ein Trend, der das Stadtbild verändert
Der Umstieg auf das Fahrrad wird zudem als umweltfreundliche Alternative zum Auto immer beliebter. Das Mobilitätsforum berichtet von einem zunehmenden Ausbau des Radverkehrs und der Verbreitung von E-Bikes und Lastenrädern. Die Sensibilisierung für nachhaltige Mobilität spielt eine zentrale Rolle in diesem Trend. Der nationale Radverkehrsplan zielt darauf ab, die Verkehrsleistung im Radverkehr zu verdoppeln und die positiven Entwicklungen noch besser zu dokumentieren. Damit wird auch der Blick auf Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz gelenkt.
Köln hat sich mit zunehmendem Radverkehr auf den Weg gemacht, das Stadtbild nicht nur lebenswerter zu gestalten, sondern auch nachhaltiger. Die Herausforderungen des urbanen Verkehrs werden durch innovative Konzepte und die steigende Akzeptanz des Fahrrads aktiv angepackt. Wenn das so weitergeht, könnte Köln bald als Radfahrerstadt einen neuen, erfolgreichen Weg einschlagen.