Kölner Frauengeschichtsverein in der Zwickmühle: Dringend neue Räume gesucht!

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Kölner Frauengeschichtsverein sucht neue Räumlichkeiten in Rodenkirchen, um Frauenhistorie sichtbar zu machen. Unterstützung erbeten.

Kölner Frauengeschichtsverein sucht neue Räumlichkeiten in Rodenkirchen, um Frauenhistorie sichtbar zu machen. Unterstützung erbeten.
Kölner Frauengeschichtsverein sucht neue Räumlichkeiten in Rodenkirchen, um Frauenhistorie sichtbar zu machen. Unterstützung erbeten.

Kölner Frauengeschichtsverein in der Zwickmühle: Dringend neue Räume gesucht!

In Köln gibt es derzeit eine beunruhigende Situation für den Kölner Frauengeschichtsverein, der seit 1985 Frauen und ihre Geschichten in den Fokus der Stadtgesellschaft rückt. Der Verein hat seine neuen Räumlichkeiten am Höninger Weg 100 a, in die er im März 2022 gezogen ist, nur vorübergehend. Der Mietvertrag für die aktuelle Adresse läuft Ende des Jahres aus, und eine bereits gewährte Verlängerung bis Ende 2025 bleibt die einzige positive Nachricht in einer ansonsten angespannten Raumsuche. Die Stadt hat dem Verein mitgeteilt, dass sie bei der Raumsuche nur wenig Unterstützung bieten kann, da geeignete Flächen rar gesät sind. Bereits seit Anfang 2023 sucht der Verein nach neuen, größeren Räumen und möchte dafür rund 200 Quadratmeter innerhalb des Gürtels, die gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind, finden.

Die Anforderungen für die neuen Räumlichkeiten sind hoch: Die Fläche sollte über hohe Traglast für Archivmaterialien verfügen, idealerweise im Erdgeschoss oder zumindest mit Fahrstuhl erreichbar sein. Außerdem müssen die Räume trocken und barrierefrei sein, ohne Fußbodenheizung. Der Kölner Frauengeschichtsverein hat sich nicht nur dem Ziel verschrieben, Frauen in den Stadtgeschichten sichtbar zu machen, sondern auch Einfluss auf die Benennung von Straßen nach Frauen zu nehmen – mittlerweile tragen über 12% der Straßen in der Stadt Frauennamen. Es sind zahlreiche Aktivitäten geplant, um dieses Potenzial noch weiter auszubauen.

Vielseitige Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten

Der Verein ist zudem aktiv in der Erstellung von Ausstellungen, Büchern, Artikeln und Broschüren rund um die Kölner Frauengeschichte und bietet Stadtrundgänge sowie Vorträge an. Die öffentliche Wahrnehmung und das Engagement für frauenpolitische Themen sind ihm ein großes Anliegen. Der Verein zeigt mit seinen Projekten, wie wichtig Geschichtserhalt für die Kölner Feministin- und Migrantinnenbewegung ist. Über seine Webseite können Interessierte Informationen zu kommenden Veranstaltungen und Angeboten erhalten, wie etwa Gutscheine für Führungen oder die Teilnahme an verschiedenen Events.

Trotz der herausfordernden Situation bei der Raumsuche freut sich der Kölner Frauengeschichtsverein über Hinweise zu möglichen Objekten, die den Anforderungen entsprechen. Sie sind auf der Suche nach kreativen Ideen und neuer Unterstützung, um den Platz zu finden, den sie für ihre wichtigen Projekte brauchen.

Die Stadt Köln ist sich ihrer Verantwortung bewusst, wenn es um die Sichtbarkeit und Erinnerung von Frauen in der Stadtgeschichte geht, doch der Druck auf den Wohnungsmarkt lässt auch hier die Luft dünn werden. In einem weiteren Schritt zeigt sich auch, wie der Kölner Umgang mit weiblicher Geschichte über die Frauenfiguren am Rathausturm hinausgeht, die ein Zeichen für die Emanzipation und die gerechte Erinnerung von Frauen darstellt.

Der Kölner Frauengeschichtsverein erhebt damit einen wichtigen Anspruch auf die Identität und Geschichte der Stadt und lädt alle ein, sich an diesem Prozess zu beteiligen. Die Suche nach neuen Räumlichkeiten ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance, die Geschichte von Frauen aktiv in die Zukunft zu tragen. Kontaktieren Sie den Verein, wenn Sie Tipps haben oder selbst aktiv werden möchten!