Köln dreht runter: Kostenloses Kaltwaschen für die Umwelt!
Der WWF und Procter & Gamble fördern in Köln Kaltwaschen als umweltfreundliche Waschoption in einem kostenlosen Waschsalon.

Köln dreht runter: Kostenloses Kaltwaschen für die Umwelt!
Im Herzen von Köln wird Umweltschutz großgeschrieben. Die Initiative #WirDrehenRunter, ins Leben gerufen von WWF und Procter & Gamble, hat nun auch in der Domstadt Einzug gehalten. In den letzten Monaten fanden in Münchens und Berlins Waschsalons bereits erste Aktionen statt, nun dürfen sich die Kölner über einen temporären Kaltwaschsalon freuen. Dieses spannende Event findet im Waschsalon „CoolMool Wash“ in der Stammheimer Straße 117 statt und ermöglicht allen Interessierten kostenloses Waschen bei 30 Grad, und das an den dienstlichen und mittwöchentlichen Tagen von 8 bis 18 Uhr. Kölner Stadt-Anzeiger berichtet darüber, dass der Kaltwaschsalon nicht nur praktische Vorteile bietet, sondern auch ein wichtiges Zeichen für den Umweltschutz setzt.
Doch warum ist das Waschen bei niedrigen Temperaturen so wichtig? Ein Blick auf die Zahlen lässt schnell erkennen, dass Kaltwaschen gleich mehrere Vorteile hat. Zum einen wird die Lebensdauer der Kleidung verlängert und zum anderen wird auch der Energieverbrauch massiv gesenkt. Das Umweltbundesamt zeigt auf, dass das Waschen bei 30 Grad nicht nur Strom spart, sondern auch die CO2-Emissionen erheblich verringert. Moderne Waschmittel reinigen mittlerweile auch bei niedrigen Temperaturen genauso effektiv wie bei höheren. Umweltbundesamt hebt hervor, dass durch eine Temperatursenkung nicht nur die Haushalte, sondern auch die Umwelt profitiert.
Ein Blick auf die Zahlen
Die Initiative hat bereits sichtbare Erfolge erzielt: Seit ihrem Start 2022 in Hamburg ist die durchschnittliche Waschtemperatur in Deutschland von 43,2 Grad auf 42,2 Grad gesunken. Dies führt zu einer Einsparung von 115.000 Tonnen CO2-Emissionen, was ein durchaus beachtlicher Beitrag zum Klimaschutz ist. Sebastian Tripp vom WWF sowie Gabriele Hässig von Procter & Gamble äußerten sich bei der Eröffnung des Kaltwaschsalons zufrieden mit dem Zuspruch, der in Köln zu sehen ist. Dabei gab es nicht nur trockene Vorträge, sondern auch angeregte Diskussionen über Mode, Nachhaltigkeit und die Rolle jedes Einzelnen im Umweltschutz, unterstützt von prominenten Stimmen wie Schauspielerin Chryssanthi Kavazi.
Ein weiterer interessanter Aspekt, den das Öko-Institut aufgezeigt hat, ist, dass durch eine Reduktion der Waschtemperatur um nur einen Grad der Stromverbrauch um bis zu 38 Prozent verringert werden kann. Dies könnte im Durchschnitt den Stromverbrauch privater Haushalte um etwa 1,5 Prozent reduzieren. Daraus ergibt sich ein erhebliches Einsparpotenzial – nicht nur für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt. Bei einer Betrachtung der Modelle von Haushalten zeigt sich, dass ein Haushalt, der 75 Prozent seiner Wäsche bei 30 Grad wäscht, nur ca. 35,24 kWh Strom pro Jahr consumed und damit nur 21,7 kg CO2 emittiert, während ein durchschnittlicher Haushalt mit höheren Waschtemperaturen deutlich mehr verbraucht und emittiert.
Nachhaltig Waschen leicht gemacht
Wie können auch Sie umweltbewusst waschen? Es gibt ein paar einfache Tipps, die jeder Haushalt beherzigen kann. Die Wahl einer effizienten Waschmaschine, die den persönlichen Bedarf deckt, spielt ebenso eine Rolle, wie die Entscheidung, regelmäßig die Wäsche bei 60 Grad zu waschen, um Keime zu beseitigen. Interessanterweise besitzen in Deutschland über 96,2 Prozent der Haushalte eine Waschmaschine, was die Möglichkeit bietet, die Waschgewohnheiten vieler Menschen nachhaltig zu verändern. Besser nachhaltig erläutert, dass bereits durch einfache Anpassungen – wie das volle Ausnutzen der Waschmaschine oder das Vermeiden von Vorwäsche durch hocheffiziente Waschmittel – große Einsparungen erreicht werden können.
Nun ist jeder gefordert, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und einen nachhaltigen Beitrag zu leisten. Denn eines ist klar: Die Zukunft unseres Planeten hängt davon ab, wie wir heute mit unseren alltäglichen Entscheidungen umgehen. Warum also nicht gleich beim Waschen anfangen?