Schweigegang in Köln: Gemeinsam gegen Antisemitismus am 6. November!

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Am 6. November 2025 findet in Köln ein Schweigegang statt, um an die Pogromnacht zu erinnern und Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft zu zeigen.

Am 6. November 2025 findet in Köln ein Schweigegang statt, um an die Pogromnacht zu erinnern und Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft zu zeigen.
Am 6. November 2025 findet in Köln ein Schweigegang statt, um an die Pogromnacht zu erinnern und Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft zu zeigen.

Schweigegang in Köln: Gemeinsam gegen Antisemitismus am 6. November!

Am 6. November 2025 wird in Köln ein Schweigegang stattfinden, der an den Jahrestag der Pogromnacht vom 9. November 1938 erinnert. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region sowie das Katholische Stadtdekanat Köln, unterstützt vom Katholikenausschuss, rufen dazu auf, ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Der Schweigegang startet um 18:00 Uhr am Jüdischen Museum an der Kreuzung Obenmarspforten und Unter Goldschmied. Ziel ist die Synagoge an der Roonstraße 50, wo der Marsch gegen 19:30 Uhr enden wird. Die Veranstaltung zielt darauf ab, die Verbundenheit mit den jüdischen Nachbarn zu verdeutlichen.

Bernhard Seiger, der Stadtsuperintendent, äußert sich besorgt über den alarmierenden Anstieg antisemitischer Vorfälle in Deutschland. Statistiken zeigen, dass bundesweit täglich im Schnitt 24 antisemitische Vorfälle gemeldet werden. Im Zeitraum von 2023 bis 2024 gab es dramatische 8.627 registrierte Vorfälle, was einer Zunahme von 77 % entspricht. Diese antijüdischen Haltungen werden häufig mit dem Nahost-Konflikt begründet, was die Situation zusätzlich erschwert.

Solidarität und Zusammenhalt

Msgr. Robert Kleine, Stadtdechant von Köln, betont die Wichtigkeit der Solidarität mit den von Antisemitismus betroffenen Menschen. Gregor Stiels, der Vorsitzende des Katholikenausschusses, fordert ein starkes Zeichen für Demokratie und Zusammenhalt. Der Schweigegang wird von zahlreichen unterschiedlichen Organisationen und Gruppierungen unterstützt, was den gemeinschaftlichen Charakter der Veranstaltung unterstreicht. Bedenken sollte man, dass Teilnehmer gebeten werden, keine Transparente oder Fahnen mitzuführen, um den konzentrierten und respektvollen Charakter des Schweigegangs zu wahren.

Für weitere Informationen und um das Engagement zu unterstützen, ist der Aufruf auf der Website www.oekumenischer-schweigegang.de veröffentlicht.

Im Kontext der aktuellen Geschehnisse ist es wichtiger denn je, aktiv gegen Antisemitismus und für ein respektvolles Miteinander einzutreten. Gemeinden in Köln setzen damit ein Zeichen der Verbundenheit und Hoffnung, dass solche Vorfälle in Zukunft der Vergangenheit angehören werden.

Während wir diesen bedeutsamen Schweigegang vorbereiten, bleibt die Frage: Wie können wir gemeinsam mehr erreichen, um den schmerzhaften Erinnerungen der Vergangenheit gerecht zu werden und eine inklusive Gesellschaft zu fördern? Nur durch aktives Handeln und solidarisches Vorgehen können wir die Gesellschaft positiv beeinflussen.