Pendler in Erftstadt: Lange Umwege und Ärger durch Bahn-Sanierung!
Pendler in Köln müssen ab 2028 mit langen Umwegen rechnen. Geplante Sanierungen und Bahnsperrungen betreffen die Region.

Pendler in Erftstadt: Lange Umwege und Ärger durch Bahn-Sanierung!
Die Pendler aus der Region stehen vor herausfordernden Zeiten: Ab Anfang 2028 könnten in der Verbindung zwischen Euskirchen und Bonn zum Kölner Hauptbahnhof keine Züge mehr fahren. Grund dafür ist die geplante Generalsanierung der Strecke, die auch die Erneuerung von vier Brücken in Köln ab Mitte 2028 umfasst. Die Möglichkeit längerer Fahrtzeiten sorgt bereits jetzt für Aufregung unter Pendlern und Bürgern. Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, dass Pendler sich auf erhebliche Umwege einstellen müssen.
Vor allem die Ratsfraktion der Grünen in Erftstadt lässt kein gutes Haar an der Situation. Sie fordert in einem offenen Brief an die Deutsche Bahn, dass Alternativen zur langen Sperrung geprüft werden. Die geplanten Umleitungen über die rechtsrheinische Bahnstrecke könnten zu massiven Reisezeitverlängerungen führen. Betroffen sind nicht nur die Pendler aus Erftstadt, sondern auch aus Weilerswist, Euskirchen und der Eifel. Hier ist besonders ein Halt in Köln Süd gewünscht, der eine direkte Anbindung zum Hauptbahnhof gewährleisten würde. Auch ein leistungsfähiger Schienenersatzverkehr mit durchgehenden Bussen ins Kölner Zentrum steht auf der Wunschliste der Betroffenen. Die Fraktionsvorsitzende, Stephanie Bethmann, kritisiert die aktuelle Planung als nicht akzeptabel.
Aktuelle Bauarbeiten und ihre Auswirkungen
Die Situation spitzt sich bereits jetzt zu, denn bereits ab dem 22. August bis zum 13. September wird die Strecke zwischen Euskirchen und Bonn-Hauptbahnhof vollständig gesperrt. Grund für diese Unterbrechung sind Arbeiten zur Elektrifizierung der Gleise. Pendler müssen dann mit Fahrzeiten von etwa 1 Stunde 45 Minuten für den regulären Schienenersatzverkehr rechnen, im Gegensatz zu 40 Minuten im Zug. Für Tengler, die es eilig haben, stehen jedoch auch schnellere Express-Linien zur Verfügung. Eine Verbindung hält nur in Euskirchen, Meckenheim und Bonn und ermöglicht eine Fahrtzeit von nur einer Stunde, während eine andere Linie von Rheinbach über Meckenheim nach Bonn in etwa 35 Minuten führt. WDR liefert hierzu wichtige Informationen.
Mit den laufenden Arbeiten und geplanten Maßnahmen ist die Deutsche Bahn mitten in einem großen Sanierungsprogramm. Bis 2027 werden 53 Milliarden Euro investiert, um die Schieneninfrastruktur zu verbessern. Acht Milliarden Euro sind speziell für 13 Generalsanierungen eingeplant. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der Sanierung bestehender Infrastruktur und der Modernisierung von Bahnhöfen, die noch kundenfreundlicher gestaltet werden sollen. Deutsche Bahn stellt klar, dass diese Investitionen in die Zukunft der Bahnlinien notwendig sind, um die Reisenden schnell und sicher befördern zu können.
Die Herausforderungen, die sich durch die bevorstehenden Bauarbeiten ergeben, sind unbestritten. Es bleibt zu hoffen, dass die Verkehrsplanung und die Verantwortlichen den Bedenken der Pendler gerecht werden und tragfähige Alternativen finden, um die Reisezeiten während der Sanierung zu minimieren. In einer Zeit, in der Umweltschutz und nachhaltige Mobilität immer wichtiger werden, sind wir auf ein gutes öffentliches Verkehrssystem angewiesen, das den Bedürfnissen der Nutzer dient.