Polizei jagt ausgebrochene Kuh und Kalb in Köln – ein nächtliches Abenteuer!

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In Bocklemünd/Mengenich, Köln, wurden Kuh und Kalb nachts eingefangen, nachdem sie ausgebrochen waren, was den Polizeieinsatz verlangte.

In Bocklemünd/Mengenich, Köln, wurden Kuh und Kalb nachts eingefangen, nachdem sie ausgebrochen waren, was den Polizeieinsatz verlangte.
In Bocklemünd/Mengenich, Köln, wurden Kuh und Kalb nachts eingefangen, nachdem sie ausgebrochen waren, was den Polizeieinsatz verlangte.

Polizei jagt ausgebrochene Kuh und Kalb in Köln – ein nächtliches Abenteuer!

In der Nacht zu Sonntag, dem 29. Juni 2025, sorgte ein kurioser Einsatz für Aufregung in Bocklemünd/Mengenich, einem Stadtteil von Köln. Um etwa 1:30 Uhr entliefen eine Kuh und ihr Kalb und begaben sich auf einen unerlaubten Ausflug. Die Kölner Polizei wurde verständigt, um die entwischten Tiere einzufangen. Dieser Einsatz stellte sich jedoch als alles andere als einfach heraus.

Die Polizei mobilisierte deutlich Ressourcen, um die Tiere wieder einzufangen, und der Einsatz zog sich bis mindestens 6 Uhr morgens hin. Autofahrende wurden durch eine Wahnmeldung auf die Situation aufmerksam gemacht, da beide Tiere die Verkehrswege kreuzten und damit für erhebliche Behinderungen sorgten. Laut EXPRESS.de war der Landwirt, dem die Tiere gehörten, schnell informiert worden, um die Angelegenheit zu klären. Dennoch gestaltete sich das Einfangen der Tiere als äußerst problematisch.

Ein ähnlicher Vorfall in London

Während die Kölner Polizei ihr Bestes gab, um das Gespann zurückzuholen, denken manche vielleicht an einen erschütternden Vorfall, der sich kürzlich in London ereignete. Dort wurde ein entlaufenes Kalb von der Polizei verfolgt und bei einem misslungenen Versuch, das Tier einzufangen, gleich zweimal von einem Polizeifahrzeug erfasst. In einem Video, das aus einer Wohnung aufgenommen wurde, ist der Aufprall deutlich zu hören. Politische Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: Innenminister James Cleverly zeigte sich empört und forderte eine Erklärung von der Polizei, während der Tierschutzverein RSPCA die Vorgehensweise als „vollkommen unverhältnismäßig“ kritisierte. Das Kalb hatte bei dem Vorfall eine Verletzung am Bein erlitten und musste tierärztlich behandelt werden. Dies zeigt, wie kritisch solche Einsätze gesehen werden können, wenn die Tierschutzrichtlinien nicht beachtet werden.

Tierschutz im Fokus der Gesellschaft

In diesem Zusammenhang wird auch auf die generelle Situation im Tierschutz aufmerksam gemacht. Wie die Tagesschau berichtet, stehen Tierschutzvergehen oft im Zentrum der Debatte. Der Koalitionsvertrag sieht vor, die Strafen für Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zu verschärfen, jedoch blieb ein entsprechender Gesetzesentwurf bislang aus. Tierschützer beklagen die systemischen Probleme und eine erdrückende Zahl an Tierschutzskandalen, von denen viele oft ungestraft bleiben. Laut Berichten sind von 163 aufgedeckten Missständen in den letzten sieben Jahren lediglich 24 Fälle mit Strafen belegt worden, während nur selten die Höchststrafe von bis zu drei Jahren Haft verhängt wird.

Die Situation in Köln könnte uns alle zum Nachdenken anregen, vor allem, wenn man die aktuellen Diskurse über Tierschutz und verantwortungsbewussten Umgang mit Tieren betrachtet. Während die Polizei in Bocklemünd bemüht ist, die Kuh und ihr Kalb wieder sicher unter Kontrolle zu bringen, schwirren schon Gedanken über die Rechte der Tiere und die Wege, diese zu schützen, im Kopf der Sensibilisierten.