Die Handballer der Füchse Berlin haben sich am vergangenen Wochenende in Köln in die Geschichtsbücher eingetragen. Mit einem beeindruckenden 42:33-Sieg über den Bergischen HC haben sie ihren zweiten Pokalsieg in der Vereinsgeschichte gefeiert. Die Finalpartie, die im Rahmen des Final4 ausgetragen wurde, bot den Zuschauern ein Spektakel, das sie so schnell nicht vergessen werden. Vor allem Mathias Gidsel und Lasse Andersson stachen mit ihren Toren heraus – Gidsel erzielte neun und Andersson gleich zehn Treffer.
Der Weg ins Finale war für die Füchse alles andere als einfach. Im Halbfinale trafen sie auf den TBV Lemgo Lippe, den sie nach einem spannenden Match mit 39:36 besiegten. Es war ein Spiel, in dem die Füchse zu Beginn zurücklagen, sich aber mit viel Kampfgeist zurückkämpfen konnten. Währenddessen sorgte der Bergische HC für die Überraschung, indem er den SC Magdeburg, den Bundesliga-Spitzenreiter, im Halbfinale nach Siebenmeterwerfen mit 31:30 ausschaltete. Ein denkwürdiger Erfolg für den BHC, der das Spiel nach regulärer Zeit und Overtime mit 27:27 (22:22, 11:11) beendet hatte.
Der Weg zum Triumph
Im Finale selbst erlebten die Zuschauer eine ausgeglichene Startphase, in der die Füchse und der BHC zunächst auf Augenhöhe agierten. Doch bald konnten die Berliner sich absetzen und ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Torwart Dejan Milosavljev trug mit 13 Paraden entscheidend zum Erfolg bei, auch wenn er sich in der zweiten Halbzeit verletzte. Trainer Nicolej Krickau lobte die individuellen Leistungen seines Teams und kündigte eine Feier an, die der Mannschaft nach dieser schwierigen Bundesligasaison, die von der Trennung von Sportvorstand Stefan Kretzschmar und Trainer Jaron Siewert geprägt war, mehr als verdient ist.
Der SC Magdeburg, der die Chance auf ein Triple (Pokalsieg, deutsche Meisterschaft, Champions-League-Sieg) verpasst hat, musste sich mit der Enttäuschung abfinden. Trainer Bennet Wiegert äußerte sich niedergeschlagen über die Leistung seiner Mannschaft und die Reaktion der Fans. Die Magdeburger hatten zuvor in der Bundesliga einen soliden Vorsprung von sieben Punkten auf den Verfolger SG Flensburg-Handewitt, doch die Enttäuschung über das Ausscheiden im Pokal sitzt tief.
Ein Blick in die Zukunft
Für den Bergischen HC bietet sich nun die Möglichkeit, in die European League nachzurücken, sofern die Füchse Berlin sich für die Champions League qualifizieren. Ein spannendes Szenario, das die nächsten Monate prägen könnte. Die Füchse hingegen können sich nach dem Pokalsieg auf die restliche Saison konzentrieren, in der sie sich trotz der Widrigkeiten als schlagkräftiges Team erwiesen haben.
Insgesamt war das Final4 in Köln ein unvergessliches Event, das die Leidenschaft und den Kampfgeist des Handballsports eindrucksvoll unter Beweis stellte. Die Fans, die die Arena füllten, konnten das Spektakel in vollen Zügen genießen und werden sicherlich noch lange von diesem Tag zehren.