In Köln-Rodenkirchen stehen die Abiturprüfungen vor der Tür, und die Nervosität unter den Schülerinnen ist spürbar. Die 18-jährige Layla Iman Oufkir von der Gesamtschule Köln-Rodenkirchen hat mit Prüfungsangst zu kämpfen, insbesondere bei den schriftlichen Prüfungen. Ihre erste Herausforderung erwartet sie am Freitag im Leistungskurs Pädagogik. Um sich optimal vorzubereiten, hat sie vor drei Wochen mit dem Lernen begonnen und widmet täglich drei bis vier Stunden ihrem Stoff. Ihre Freunde stehen ihr zur Seite und helfen ihr, Zusammenhänge laut zu erklären, was ihre Selbstsicherheit stärkt.

Layla hat auch einen netten Physiklehrer, der ihr in der mündlichen Prüfung im Mai zur Seite stehen wird. Neben der Leistungskursprüfung in Pädagogik stehen noch eine Grundkursprüfung in Deutsch am 28. April und eine Englisch-Klausur am 30. April an. Nach den Prüfungen plant sie, sich eine wohlverdiente Auszeit zu gönnen und ihre Großeltern in Marokko zu besuchen. Dennoch bleibt die Frage nach ihrer beruflichen Zukunft offen, denn eine klare Studienrichtung hat sie noch nicht gefunden.

Entspannung und Strategien im Prüfungsstress

<pIm Gegensatz zu Layla fühlt sich die 19-jährige Tárá Kurt von der Trude-Herr-Gesamtschule Köln-Mülheim entspannter als erwartet. Ihre erste Prüfung steht am 22. April in Biologie an, gefolgt von weiteren Prüfungen in Deutsch und Englisch. Um ihre Prüfungsangst im Zaum zu halten, übt Tárá täglich zwei bis sechs Stunden, meist mit Altklausuren, und bezeichnet sich selbst als stressresistent. Sie hat jedoch Schwierigkeiten, den ersten Schritt beim Lernen zu machen und wünscht sich bessere Lernstrategien in der Schule.

Im Mai hat Tárá frei, bevor ihre mündliche Prüfung im Juni ansteht. Sie hat das Potenzial, einen Abitur-Schnitt zwischen 1,2 und 2,4 zu erreichen, ist sich aber ebenfalls über ihre Zukunft unsicher. Sie schwankt zwischen Lehramt und Jura und denkt sogar darüber nach, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einer Förderschule zu absolvieren. Nach den Prüfungen plant sie eine Reise nach Italien mit Freunden, um den Stress hinter sich zu lassen.

Die Herausforderungen der Prüfungsangst

Prüfungsangst ist eine normale Stressreaktion vor wichtigen Prüfungen, die viele Schülerinnen und Schüler betrifft. Leichte Nervosität kann sogar förderlich sein, wie das Yerkes-Dodson-Gesetz besagt. Problematisch wird es jedoch, wenn die Angst blockiert und zu Symptomen wie Herzrasen, Konzentrationsproblemen oder emotionaler Panik führt. Um Prüfungsangst zu bewältigen, gibt es zahlreiche Strategien.

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Langfristig sollten realistische Zeitpläne erstellt und aktive Lernmethoden eingesetzt werden. Positives Selbstgespräch und Visualisierung können helfen, sich mental auf die Prüfung vorzubereiten. Kurzfristige Strategien wie körperliche Bewegung, gute Schlafhygiene und Entspannungstechniken sind ebenfalls wichtig, um den Stress zu reduzieren. Während der Prüfung können Techniken wie die 4-7-8 Atemtechnik oder das Notfall-Mantra „Diese Prüfung definiert nicht meinen Wert. Ich gebe mein Bestes. Das reicht.“ eine wertvolle Unterstützung sein.

Es ist wichtig zu erkennen, dass das Abitur nur ein Schritt im Leben ist und viele erfolgreiche Menschen mit durchschnittlichen Noten ihren Weg gemacht haben. Wer das Wachstum als Teil des Lernprozesses annimmt, kann auch mit Prüfungsangst besser umgehen. Bei anhaltenden Problemen sollte professionelle Hilfe in Betracht gezogen werden, denn es gibt Unterstützung, die in vielen Fällen hilft.