Am 25. Februar 2026 ereignete sich auf dem ehemaligen Großmarktgelände in Raderberg, Köln, ein bemerkenswerter Polizeieinsatz, der die Aufmerksamkeit der Stadt auf sich zog. Der Sicherheitsdienst hatte gegen 14:50 Uhr die Polizei alarmiert, nachdem sie eine verbarrikadierte Halle entdeckt hatten, in der sie den Verdacht auf eine unerlaubte Person hegten. Die Beamten umstellten das Objekt und setzten Diensthunde ein, um die Halle zu durchsuchen. Die Hunde „Jax“ und „Taicon“ waren Teil des Einsatzteams, konnten jedoch den mutmaßlichen Kupferdieb zunächst nicht aufspüren.

Der 27-jährige Verdächtige versteckte sich in einer Zwischendecke auf einem Stahlträger, umgeben von Werkzeugen wie Sägen, Zangen und Bolzenschneidern sowie ausgebaute Kupferrohre. Die Entdeckung einer Holzleiter auf dem Boden führte die Beamten zu einer mit Styroporplatten geschlossenen Öffnung in der Decke, wo der Verdächtige „mucksmäuschenstill“ liegend aufgefunden wurde. Bei der Durchsuchung der Halle wurden zudem eine Jacke, ein Rucksack und eine Axt sichergestellt. Kurzfristig wurde ein Gabelstaplerfahrer angefordert, um ein Laderampentor zu heben und den Zugang zur Halle zu erleichtern.

Rechtliche Konsequenzen

Nach der Festnahme des 27-Jährigen erließ ein Richter am 26. Februar einen Haftbefehl wegen schweren Raubes, der bereits vor dem Vorfall gegen ihn bestand. Diese rechtlichen Schritte zeigen, dass die Polizei in Köln entschlossen gegen Kriminalität vorgeht und auch vor einem solch dreisten Versteck nicht halt macht. Die aufmerksamen Sicherheitsdienstmitarbeiter haben durch ihre Meldung einen entscheidenden Beitrag zur Aufklärung des Vorfalls geleistet.

Kriminalität im Kontext

Interessanterweise zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik 2024, dass die Kriminalität in Deutschland insgesamt leicht um 1,7 % gesunken ist. Dies ist zum Teil auf die Cannabis-Teillegalisierung zurückzuführen, die zu einem signifikanten Rückgang der entsprechenden Straftaten geführt hat. Dennoch gibt es einen Anstieg in der Gewaltkriminalität, die um 1,5 % auf 217.277 Fälle gestiegen ist, was den höchsten Stand seit 2007 darstellt. Insofern bleibt die Situation komplex, und Vorfälle wie dieser verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen die Polizei konfrontiert ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Vorfall auf dem ehemaligen Großmarktgelände ein weiteres Beispiel für die anhaltende Kriminalität im städtischen Raum darstellt und die Notwendigkeit effektiver Sicherheitsmaßnahmen und polizeilicher Präsenz unterstreicht. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in Köln und darüber hinaus entwickeln wird.