Im Herzen von Zollstock, einem charmanten Stadtteil von Köln, entsteht ein neues, spannendes Bauprojekt, das die Wohnlandschaft nachhaltig bereichern könnte. Jamela und Mischa Stratenwerth sind zwei der ersten Interessenten, die sich auf eine Vierzimmerwohnung am Kalscheurer Weg freuen. Aktuell leben sie in Raderthal, doch ihre Wohnung wird auf Dauer zu klein. Im Januar 2022 haben sie Anteile an einem genossenschaftlichen Bauvorhaben erworben und einen Vormietvertrag unterzeichnet. Dieses Projekt umfasst insgesamt 107 öffentlich geförderte Wohnungen, die sich speziell an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein (WBS) richten.

Die geplanten Wohnungen sind für die Einkommensgruppen A und B vorgesehen, wobei das Finanzierungskonzept im Herbst 2023 entsprechend angepasst wird. Die zukünftigen Bewohner können aus Ein- bis Vierzimmerwohnungen wählen, die überwiegend barrierefrei sind und viele mit einem Balkon ausgestattet sein werden. Darüber hinaus soll das Quartier über gemeinschaftliche Einrichtungen wie ein Genossenschaftshaus, einen Gemeinschaftsraum, Urban Gardening und eine Kita verfügen. Interessanterweise ist das gesamte Quartier als autofrei geplant, mit Stellplätzen am Südfriedhof.

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Das genossenschaftliche Wohnprojekt im Detail

Das Grundstück, auf dem die Wohnungen entstehen, gehört der Stadt Köln, die es der Genossenschaft im Erbbaurecht überlässt. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf etwa 46,3 Millionen Euro. Der ursprünglich für 2021 geplante Baustart verzögerte sich jedoch aufgrund notwendiger planungsrechtlicher Voraussetzungen und der Beschaffung von Eigenkapital. Für die Landesförderung ist ein Eigenkapitalanteil von 10% erforderlich.

Für Interessenten, die in die Genossenschaft eintreten möchten, gelten folgende Konditionen: Anteile für WBS A kosten 200 Euro pro Quadratmeter, während für WBS B 900 Euro pro Quadratmeter zu zahlen sind, zuzüglich einer einmaligen Eintrittszahlung von 500 Euro. Die Mieten betragen 7,85 Euro pro Quadratmeter für WBS A und 9 Euro für WBS B. Aktuell wurden bereits 71 Vormietverträge abgeschlossen, 34 Wohnungen stehen jedoch noch zur Verfügung. Es ist zu beachten, dass einige Interessenten ihre Vormietverträge aufgrund der langen Wartezeiten wieder aufgelöst haben.

Stabilität und Unterstützung der Genossenschaft

Die Genossenschaft wird von einem stabilen Aufsichtsrat geleitet und erhält Unterstützung von rund 280 Fördermitgliedern. Regelmäßig führt die Mietergenossenschaft Info-Termine für Interessenten mit WBS durch, die nächsten Termine sind der 13. April und der 4. Mai, jeweils um 19 Uhr. Die Baugenehmigung steht zwar noch aus, doch die Hoffnung auf einen Baustart frühestens im Jahr 2027 bleibt bestehen.

Der Ansatz der Wohnungsgenossenschaften ist nicht neu. Seit über 100 Jahren prägen sie den Wohnungsmarkt in Deutschland und tragen entscheidend zur Schaffung und Sicherung von bezahlbarem Wohnraum und stabilen Nachbarschaften bei. Die eingetragene Genossenschaft (eG) basiert auf Selbsthilfe, Selbstbestimmung und Selbstverwaltung. Mitglieder erhalten durch den Erwerb von Geschäftsanteilen ein lebenslanges Nutzungsrecht an ihrer Wohnung. Dies verdeutlicht, wie wichtig genossenschaftliches Wohnen für die soziale Stadtentwicklung ist und ist Teil einer breiteren Förderung durch die Bundesregierung, die am 4. Oktober 2022 gestartet wurde.

Förderung und Zukunftsperspektiven

Die Bundesregierung stellt bis 2029 insgesamt 23,5 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung, und Kommunen schließen Kooperationsverträge mit Wohnungsgenossenschaften, um soziale Wohnraumförderung zu ermöglichen. Zudem untersucht das Forschungsprojekt „Wohnungsgenossenschaften als Partner der Kommunen“ die Rolle genossenschaftlicher Modelle in Neubau- und sozialen Fragen. Dies könnte auch für das Projekt in Zollstock von Bedeutung sein und die genossenschaftliche Idee weiter stärken.

Insgesamt zeigt sich, dass genossenschaftliches Wohnen nicht nur eine attraktive Wohnform ist, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zur sozialen Stabilität und zur Förderung von Gemeinschaften in urbanen Räumen leistet. Die Entwicklung in Zollstock könnte somit ein weiteres Beispiel für die positive Wirkung genossenschaftlicher Projekte in der Kölner Wohnlandschaft sein.

Für weitere Informationen zu diesem spannenden Projekt und den Möglichkeiten für Interessenten besuchen Sie bitte die Originalquelle oder schauen Sie sich die Website des Bundesministeriums für Wohnen an.