Heute ist der 2.04.2026, und in Köln beginnt mit dem Gründonnerstag eine ganz besondere Zeit im Kirchenjahr. Der Gründonnerstag, der Tag vor Karfreitag, erinnert an das letzte Abendmahl von Jesus mit seinen Jüngern vor seiner Kreuzigung. In den evangelischen Gemeinden des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region wird dieser bedeutsame Tag mit verschiedenen Veranstaltungen gefeiert, die die Liebe und Treue Gottes in den Mittelpunkt stellen. Pfarrerin Laura Kadur erklärt, dass sich das Abendmahl über 2000 Jahre entwickelt hat und eine tiefgehende Erinnerung an Gottes Treue ist.
In Köln, dem Rhein-Erft-Kreis und dem Rheinisch-Bergischen Kreis werden die Feierlichkeiten in unterschiedlichen Gemeinden auf vielfältige Weise begangen. Die Antoniterkirche lädt um 18 Uhr zur evangelischen Messe ein, die auch im Livestream zu verfolgen ist. Gleichzeitig findet in der Lutherkirche um 19 Uhr ein Feierabendmahl statt, bei dem die Teilnehmenden gemeinsam essen und von Celloklängen begleitet werden. Im Martin-Luther-Haus beginnt um 18 Uhr eine Sederfeier, die die jüdischen Wurzeln des Abendmahls aufgreift. Abgerundet wird der Abend durch ein Passionskonzert in der Martin-Luther-Kirche um 20:30 Uhr, bei dem Martin Schulz (Bass-Bariton) und Sarah Proske (Klavier und Orgel) auftreten. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei, und viele Gottesdienste beinhalten verschiedene Formate wie Tischabendmahl, Agapemahl und meditative Gottesdienste. Es ist jedoch ratsam, sich für einige Veranstaltungen anzumelden, um eine bessere Planung zu ermöglichen.
Traditionen und Bräuche
Die Feierlichkeiten am Gründonnerstag sind nicht nur eine Erinnerung, sondern auch ein Ort der Gemeinschaft. Der Name „Gründonnerstag“ leitet sich vermutlich vom althochdeutschen „grunen“ ab, was „greinen“ oder „weinen“ bedeutet. An diesem Abend wusch Jesus seinen Jüngern die Füße, um seine Liebe auszudrücken, und dieser Akt wird in vielen Gottesdiensten thematisiert. In vielen Kirchen wird der Schmuck entfernt, und Glocken sowie Orgel bleiben drei Tage lang stumm – eine Stille, die erst in der Osternacht endet.
Gründonnerstag ist kein gesetzlicher Feiertag, markiert jedoch den Beginn des Leidens und Sterbens Jesu. Laut der Bibel verbrachte Jesus die Nacht zum Karfreitag in Todesangst (Mt 26,17-56). In zahlreichen Regionen gibt es den Brauch, am Donnerstag vor Ostern grüne Speisen, Gemüse und Kräuter zu essen, was die Verbindung zur Natur und zur Fruchtbarkeit symbolisiert. Die liturgische Farbe des Gründonnerstags ist Weiß, die für Reinheit und Festlichkeit steht.
Ein gemeinschaftliches Erlebnis
Das Abendmahl wird als gemeinschaftliches Erlebnis betont, das an Jesu letzte Worte erinnert und Gläubige zusammenführt. Während die Veranstaltungen in den verschiedenen Kirchen in Köln und Umgebung stattfinden, wird deutlich, dass der Gründonnerstag weit mehr ist als nur ein Tag im Kirchenjahr. Es ist eine Einladung zur Reflexion, zur Gemeinschaft und zur Feier des Glaubens, die in den kommenden Tagen mit dem Karfreitag und der Osternacht ihren Höhepunkt findet. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen können auf der Webseite des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region nachgelesen werden, wo auch die Details zu den Gottesdiensten und Konzerten bereitgestellt werden (Quelle).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Gründonnerstag eine tief verwurzelte Tradition darstellt, die nicht nur die religiösen Aspekte des Glaubens in den Vordergrund stellt, sondern auch die Gemeinschaft und das Miteinander der Gläubigen feiert. In Köln wird dieser Tag mit einer Vielzahl von Veranstaltungen lebendig gehalten, und die Menschen sind eingeladen, daran teilzunehmen und die Bedeutung dieses besonderen Abends zu erleben. Weitere Informationen zu den Bräuchen und der christlichen Bedeutung dieses Tages können auf den Seiten der Kirchen nachgelesen werden (Quelle).






