Die Vorfreude auf den Weltgebetstag 2026 wächst, denn am 6. März wird in Köln und weltweit ein festlicher Gottesdienst gefeiert, der unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last.” steht. Die Liturgie wird in diesem Jahr von Frauen aus Nigeria vorbereitet, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, das mit über 230 Millionen Einwohner:innen eine reiche kulturelle, sprachliche und religiöse Vielfalt bietet. Doch die Herausforderungen sind gewaltig: Soziale Spannungen, Armut und Gewalt, verstärkt durch Klimawandel, beschäftigen die Menschen vor Ort stark. Diese Themen werden auch in den Texten, Gebeten und Liedern des Weltgebetstags adressiert, die die Lasten und den Glauben der nigerianischen Frauen beleuchten. Dies zeigt sich auch in einem eindrucksvollen Bildmotiv der nigerianischen Künstlerin Gift Amarachi Ottah, das Frauen aus den Ethnien Igbo, Haussa und Yoruba darstellt, und lädt alle dazu ein, an diesem besonderen Tag teilzuhaben. Kirche Köln berichtet, dass der Weltgebetstag nicht nur für Ökumene, Solidarität und Engagement für Gerechtigkeit und Frieden steht, sondern auch eine Plattform für Begegnungen und Austausch bietet.
Der Weltgebetstag ist eine der größten Basisbewegungen christlicher Frauen weltweit und verbindet in über 150 Ländern Menschen in einem gemeinsamen Gottesdienst. In Deutschland wird der Weltgebetstag seit 1949 gefeiert und hat sich zu einer Tradition entwickelt, die engagierte Frauen und Männer zusammenbringt. Am 6. März stehen in der Region Köln zahlreiche ökumenische Gottesdienste auf dem Programm. Die Veranstaltungen beginnen bereits um 15:00 Uhr in verschiedenen Kirchen, wie der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim und der Katholischen Kirche St. Clemens. Auch später am Nachmittag und Abend sind noch zahlreiche Gottesdienste geplant, wie etwa in der Friedenskirche Ehrenfeld um 16:00 Uhr oder in der Emmanuelkirche Köln-Rodenkirchen um 17:00 Uhr. Für eine vollständige Übersicht über die Orte und Zeiten der Gottesdienste können Interessierte auf die Weltgebetstag-Seite schauen.
Ein Blick auf die Themen und Herausforderungen
Was macht Nigeria und seine Frauen so bemerkenswert? Trotz der enormen Herausforderungen, wie einer hohen Kriminalitätsrate und dem Terror islamistischer Milizen, die sowohl christliche als auch muslimische Gemeinschaften bedrohen, blüht in Nigeria der Glaube und die Hoffnung auf. Der Weltgebetstag will genau diese Hoffnung und den unermüdlichen Mut der Frauen hervorheben, die oft unter schwierigen Bedingungen leben und dennoch für Frieden, Gerechtigkeit und die Würde von Mädchen und Frauen kämpfen. Die Botschaft des Weltgebetstags dringt tief in die Herzen der Menschen und betont das Vertrauen in Gott, auch in Krisenzeiten. Jesus.de informiert, dass die Materialien zur Vorbereitung auf diesen besonderen Tag über den chrismon-Shop bestellt werden können, um eine rege Teilnahme und ein besseres Verständnis für die kulturellen Hintergründe der nigerianischen Frauen zu fördern.
Der Weltgebetstag steht nicht nur für gemeinsames Beten, sondern auch für eine starke Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt. „Darüber hinaus können durch Spenden zahlreiche Partnerorganisationen weltweit unterstützt werden“, hebt die Weltgebetstag-Website hervor. So wurde im vergangenen Jahr allein in Deutschland eine beeindruckende Summe von über 2 Millionen Euro gesammelt, um Hilfsprojekte zu fördern. Die Initiative zur Unterstützung und Solidarität für Frauen und Mädchen ist ein zentraler Bestandteil, der den Weltgebetstag zu einem wertvollen Ereignis macht.
Sei dabei, wenn am 6. März 2026 in Köln und weltweit Menschen zusammenkommen, um zu beten, zu feiern und ein Zeichen für Frieden und Gerechtigkeit zu setzen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen – unabhängig von Geschlecht oder Konfession. Auf diese Weise wird der Weltgebetstag auch 2026 wieder ein eindrucksvolles Zeichen für Gemeinsamkeit und Verständnis. Und wer weiß? Vielleicht bringen Sie Ihre eigene Last mit ins Gebet und finden Trost und Gemeinschaft.