Am vergangenen Wochenende kam es im Autohaus-Schmitz-Sportpark in Porz zu einem hitzigen Derby zwischen der SpVg Porz und der U23 von Fortuna Köln. Vor etwa 200 Zuschauern entwickelte sich ein spannendes Duell, das schließlich mit einem 2:2-Unentschieden endete. Die Porzer gingen früh in Führung: Metin Kizil verwandelte in der 15. Minute einen Foulelfmeter, gefolgt von einem Treffer des starken Abderrahman Rabhi in der 24. Minute. Doch die Fortuna ließ sich nicht entmutigen und verkürzte nur eine Minute später durch Luke Eismann auf 2:1.
Der Trainer der SpVg Porz, Jonas Wendt, zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung seines Teams, bemerkte jedoch, dass der Punkt für Fortuna verdient sei. Fortuna-Teammanager Stefan Kleefisch lobte die Leistungssteigerung seiner Mannschaft im zweiten Durchgang. Diese kam insbesondere durch die solide Defensive, die in der 52. Minute von Amadou Camara unterstützt wurde, der einen möglichen Ausgleich durch Abseitsposition verhinderte.
Drama bis zur letzten Minute
<pDas Spiel blieb bis zum Schluss spannend. In der Nachspielzeit, genauer gesagt in der 98. Minute, erzielte Precious Spittmann den Ausgleich für die Fortuna. Wendt nahm die Situation gelassen, betonte jedoch, dass Porz trotz des Unentschiedens einen komfortablen Vorsprung von sieben Punkten in der Tabelle hat. Ein Schatten fiel jedoch auf das Derby: Metin Kizil verletzte sich und es besteht der Verdacht auf einen Faserriss in der Wade. Dies könnte für die kommenden Spiele ein herber Verlust sein.
Nach dem Abpfiff kam es zu unschönen Szenen: Zuschauer attackierten Fortuna-Spieler, was einen Polizeieinsatz erforderlich machte. Der Vorfall wurde im Schiedsrichterbericht vermerkt, und es wurde eine Strafanzeige wegen Körperverletzung erstattet. Zudem sahen Fortunas Jamal Issifou und Porz-Co-Trainer Tugay Düzelten nach dem Schlusspfiff Rot. Wendt distanzierte sich energisch von den Vorfällen und verurteilte die Gewalt auf dem Platz.
Ein Derby mit Nachwirkungen
Solche Vorfälle werfen einen Schatten auf den Fußball, der doch eigentlich für Gemeinschaft und Fairness stehen sollte. In Porz haben sowohl die Spieler als auch die Trainer klare Signale gesetzt und sich gegen Gewalt ausgesprochen. Die Ereignisse zeigen, dass auch in der Amateurklasse die Emotionen hochkochen können, und es ist wichtig, für einen respektvollen Umgang auf und neben dem Platz zu werben.
In den kommenden Tagen wird die Situation sicherlich weiter beobachtet werden, sowohl von den Vereinen als auch von der Polizei. Die Fans sind aufgerufen, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein und zu einem positiven Umfeld im Sport beizutragen. Letztlich bleibt zu hoffen, dass der Fußball in Porz und überall sonst ein Ort des fairen Wettkampfs bleibt, der die Gemeinschaft zusammenbringt.