In Köln, wo das Leben bunt und vielfältig ist, hat sich ein fieser Betrugsfall ereignet, der viele Wohnungssuchende aufmerken lässt. Peter Schwung, 26 Jahre alt, fiel auf eine perfide Masche herein und verlor dabei 1820 Euro Kaution. Der junge Mann hatte ein Wohnungsangebot über eine Facebook-Seite erhalten, das mit detaillierten Informationen und ansprechenden Fotos aufwartete. Doch die Bilder und die Adresse stammten aus einer offiziellen Anzeige auf der Plattform „immowelt“, wo die Wohnung jedoch zum Verkauf und nicht zur Miete angeboten wurde – zu einem Preis von 199.000 Euro. Die Sparkasse hat bereits vor solchen Betrugsmaschen gewarnt und empfiehlt, Fotos von Wohnungsangeboten genau zu überprüfen. Um die Verbreitung solcher betrügerischen Angebote einzudämmen, rät eine Expertin der LBS Immobilien GmbH zur Nutzung der umgekehrten Google-Bildersuche. Diese Methode kann helfen festzustellen, ob die Bilder in anderen Inseraten auftauchen.

Die Betrüger gehen zunehmend raffinierter vor, indem sie bestehende Inserate kopieren oder die Fotos mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) bearbeiten, was die Erkennung erschwert. Es ist wichtig zu wissen, dass KI-generierte Bilder nicht durch umgekehrte Bildersuchen zurückverfolgt werden können, da sie als Originale gelten. Peter Schwung hat nach dem Vorfall Anzeige bei der Polizei erstattet; die Ermittlungen sind derzeit im Gange. Diese Geschichte wirft ein Schlaglicht auf ein weit verbreitetes Problem, das viele Wohnungssuchende betrifft.

Betrugsmaschen im Internet

In der digitalen Welt sind Wohnungssuchende häufig Ziel von Betrügern, die gefälschte Anzeigen nutzen, um persönliche Daten oder Geld zu erlangen. Zu den gängigsten Tricks gehört der Vorkasse-Trick, bei dem die Betrüger vorgeben, im Ausland zu sein, und eine Kaution vor der Schlüsselübergabe verlangen. Auch Nachnahmegebühren für den Versand von Schlüsseln sind eine häufige Masche, bei der die Opfer auf den Kosten sitzen bleiben, ohne je eine Wohnung zu bekommen. Die Verbraucherzentrale hat dazu einige Hinweise veröffentlicht, wie solche Fake-Anzeigen erkannt werden können.

Ein weiteres Indiz für Betrug sind unrealistisch niedrige Miet- oder Kaufpreise, die oft deutlich unter dem marktüblichen Niveau liegen. Wenn eine Vorauszahlung gefordert wird oder Widersprüche zwischen Bildern und Text bestehen, sollte man skeptisch werden. Auch grammatikalische Fehler in den Anzeigen oder das Fehlen von wesentlichen Informationen sind Warnzeichen. Zudem raten Experten, sich nicht von zu perfekten Bildern blenden zu lassen und stattdessen eine umgekehrte Bildersuche durchzuführen.

Prävention und Maßnahmen

Die digitale Welt bietet zwar Chancen, birgt jedoch auch erhebliche Risiken, insbesondere in der Immobilienbranche. Betrüger nutzen die hohe Nachfrage nach Wohnraum aus, um ahnungslose Wohnungssuchende zu täuschen. Um sich vor Immobilienbetrug zu schützen, ist es ratsam, die Immobilie persönlich zu besichtigen und keine Vorkassezahlungen ohne einen gültigen Vertrag zu leisten. Experten empfehlen zudem, den Makler und seine Referenzen zu überprüfen. Bei Verdacht auf Betrug sollte sofort Kontakt mit der Bank zur Rückbuchung von Überweisungen aufgenommen und eine Strafanzeige bei der Polizei erstattet werden. Auch eine Meldung des Betrugs beim betroffenen Immobilienportal kann hilfreich sein.

In einem weiteren Fall wurde ein Paar bei der Wohnungssuche auf Immoscout24 um 30.000 Euro betrogen, nachdem Betrüger ihre persönlichen Daten für einen Kredit missbrauchten. Diese Geschichten verdeutlichen die Notwendigkeit, wachsam zu sein und stets die nötigen Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Es gibt mittlerweile sogar spezielle Versicherungen, die vor den finanziellen Folgen von Immobilienbetrug schützen können. Letztlich ist es wichtig, sich gut zu informieren und im Zweifel lieber einmal zu viel zu prüfen, als einmal zu wenig.

Für weitere Informationen über Betrugsmaschen in der Immobilienbranche und wie man sich schützen kann, finden Sie die Berichte in den Quellen: Express, Verbraucherzentrale und Thomas Feil.