Am heutigen Tag, dem 1. März 2026, versammelten sich Gläubige in Weidenpesch, um einer eindrucksvollen Predigt von Domkapitular Markus Hofmann zu lauschen. In seiner Ansprache stellte er die zentrale Frage: „Warum glaubst du?“ und erinnerte an die großen Glaubenszeugen der Geschichte, wie Abraham und die Apostel, die Jesus nachfolgten. Hofmann gliederte seine Predigt in drei Gedanken und thematisierte, wie der Glaube im Alltag eine fundamentale Rolle spielt. Dabei betonte er, dass Vertrauen in das Wissen anderer unerlässlich für das Bestehen einer Gesellschaft ist. Dies gilt nicht nur für alltägliche Dinge wie Hochhäuser und Aufzüge, sondern auch für den religiösen Glauben, der über die Grenzen des Verstandes hinausgeht.
Der Domkapitular kritisierte die Haltung, die Frage nach der Gottessohnschaft Jesu offen zu lassen, und argumentierte, dass man nicht neutral bleiben kann. „Das Leben eines Menschen zeigt, ob er glaubt oder nicht“, so Hofmann. In seinem dritten Gedanken stellte er die Sicherheit des Glaubens in den Raum und verwies auf die Gotteserfahrungen von Abraham und den Aposteln, die auch heute die Grundlage für den Glauben vieler Christen bilden. Glauben bedeutet, durch Vertrauen Anteil am Wissen anderer zu erhalten.
Die Rolle der Gemeinschaft im Glauben
Ein zentraler Punkt in Hofmanns Predigt war die Gemeinschaft, die für den Glauben von entscheidender Bedeutung ist. Er stellte fest, dass ein Christ ohne Kirche kein Christ sei. In diesem Zusammenhang nannte er verschiedene Zeugen des Glaubens aus der Geschichte, darunter Petrus, Jakobus, Johannes, Paulus, Franziskus, Teresa von Calcutta und Carlo Acutis. Hofmann schloss seine Predigt mit der Bitte um Begegnungen mit solchen Menschen, die im Glauben Vorbilder sind.
In der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes brillierte der Mädchenchor am Kölner Dom unter der Leitung von Oliver Sperling und Cécilia Bazile. Die liturgischen Elemente umfassten Teile aus der „Missa mundi“ von Helmut L. Straßel, das Credo III sowie die Motette „When I am afraid“ von Michael Bojesen. Auch die Orgel, gespielt von Matthias Wand, trug zur feierlichen Atmosphäre bei. Teile der Liturgie wurden in lateinischer Sprache gefeiert, was den Gottesdienst zusätzlich bereicherte.
Abraham und der Glaube
Die Erwähnung Abrahams als Glaubensvorbild ist nicht zufällig. Sein Glaube begann mit Gottes Aufforderung, seine Heimat zu verlassen, und wird in der Bibel als ein zentraler Aspekt der Beziehung zwischen Gott und Mensch dargestellt. Abraham wird als „Vater der Gläubigen“ bezeichnet, was die Bedeutung seines Glaubens unterstreicht. Der Glaube, so wird in verschiedenen Quellen erklärt, entsteht durch das Hören des Wortes Gottes (Röm 10:17) und wird durch Gottes Zusagen gestärkt (1Mo 15:6, Röm 4:20). Die Segnungen des Glaubens führen dazu, dass Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet wird.
In der heutigen Zeit ist der Glaube mehr denn je ein Thema, das zur Reflexion anregt. Er ist nicht nur eine persönliche Angelegenheit, sondern auch eine soziale Bindung, die das Selbstverständnis und die Handlungen eines Menschen beeinflusst. Der christliche Glaube ist eine bewusste Entscheidung, die auf der Glaubwürdigkeit Gottes basiert und die gesamte Person fordert, sowohl Herz als auch Verstand. Die Erfahrungen Abrahams und der Apostel zeigen, dass der Glaube eine Antwort auf den sich offenbarenden Gott ist und in der Gemeinschaft der Glaubenden gefördert wird. Diese Aspekte sind Teil des christlichen Glaubensverständnisses und werden auch in der Botschaft Jesu zentral thematisiert.
Für weitere Informationen zu den biblischen Grundlagen des Glaubens und den Beispielen von Abraham und anderen Glaubenszeugen können Sie die Quelle von Domradio sowie die umfassende Analyse über den Glauben Abrahams auf bibelwissen.ch nachlesen. Auch auf katholisch.de finden Sie wertvolle Informationen über die Rolle des Glaubens im christlichen Leben.