Heute ist der 4.03.2026. In Köln-Nippes stehen einige spannende Entwicklungen an, die das Stadtbild und die Lebensqualität der Anwohner betreffen. Die SPD-Fraktion hat einen Antrag zur Sanierung des Riehler Wochenmarkts eingebracht, der bereits seit über 90 Jahren ein fester Bestandteil des Stadtteils Riehl ist. Dieser Markt, der 1930 eröffnet und 1948 nach dem Zweiten Weltkrieg wieder ins Leben gerufen wurde, versorgt die Bewohner mit frischen, regionalen Lebensmitteln und bietet ein breites Sortiment an saisonalen Produkten wie Blumenkohl, Lauch, Spinat und Zucchini sowie handwerklich hergestellten Fleisch- und Wurstwaren. Auch frischer Fisch vom Fischhändler und regionale Käsespezialitäten stehen auf dem Markt. Besonders zu erwähnen ist die festliche Atmosphäre im Dezember, wenn der Weihnachtsmann die kleinen Besucher mit Süßigkeiten erfreut. Weitere Informationen zum Markt finden Sie auf wochenmarktfinder.de.

Die SPD plant kurzfristige Maßnahmen zur Beseitigung von Schlaglöchern und Unebenheiten am Riehler Gürtel. Langfristig sollen ein Konzept zur grundlegenden Neugestaltung des Marktes sowie erneuerte Wege und zusätzliche Sitzbänke in Angriff genommen werden. Auch die Installation weiterer Stromkästen zur Vermeidung von Kabeln auf den Wegen ist Teil der Pläne. Ein zusätzliches Verkehrsprojekt wird die Schaffung einer Radweg-Querverbindung zwischen der Neusser Landstraße, nahe der Jugendfarm Wilhelmshof, und dem Ortseingang von Merkenich durch das frühere Esso-Raffineriegelände im Niehler Industriegebiet umfassen.

Verkehrsanbindungen und Bebauungspläne

Die CDU hat ihr Augenmerk auf die Verkehrsanbindungen gelegt und möchte prüfen, ob die KVB-Buslinie 121 werktags morgens und nachmittags zur Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule umgeleitet werden kann. Diese Maßnahme zielt darauf ab, eine bessere verkehrstechnische Anbindung zu schaffen und eine Alternative zum Eltern-Bringverkehr anzubieten.

Ein weiteres Thema, das die Politik beschäftigt, ist der Schutz bestehender Vorgärten im Nippeser Osten. Die Verwaltung schlägt den Start von zwei Bebauungsplan-Verfahren vor, insbesondere im Gebiet rund um den Leipziger Platz und im nördlich benachbarten Afrikaveedel.

Bahntrasse und Widerstand

Ein geplanter Ausbau betrifft die Bahntrasse, die als Planfeststellungsverfahren für das südliche Zuführungsgleis der Bahn zur Abstellanlage auf dem Nippeser Bahndamm angedacht ist. Diese neue Verbindung würde ab Höhe Sechzigstraße vom Bahndamm herunterführen und nahe dem neuen Eisenbahnveedel vorbeiführen. Ziel ist eine bessere Anbindung der Bahn-Abstellanlage und Werkstatt sowie Wendemöglichkeiten für S-Bahnen im Linksrheinischen. Allerdings gibt es Widerstand im Eisenbahnveedel. Die Anwohner befürchten die Beseitigung von Grünflächen, jahrelangen Baustellenverkehr und -lärm sowie dauerhafte Lärmbelastung durch Züge.

Eine Informationsveranstaltung zu all diesen Themen findet am Donnerstag, 12. März, um 17.30 Uhr im Bezirksrathaus Nippes, Neusser Straße 450 (Volkshochschul-Seiteneingang) statt. Hier haben die Bürger die Möglichkeit, ihre Bedenken zu äußern und sich über die geplanten Maßnahmen zu informieren. Für alle, die sich aktiv an der Gestaltung ihres Stadtteils beteiligen möchten, ist dies eine gute Gelegenheit, Stimme zu erheben und die Entwicklungen in Nippes mitzugestalten. Weitere Details sind in dem Artikel auf ksta.de nachzulesen.