In Köln tut sich einiges auf dem Wohnungsmarkt für Studierende. Die Unterzeichnung eines Mietvertrags für den Campus Kartause ist ein wichtiger Schritt, um der großen Wohnungsnot unter Kölner Studierenden entgegenzuwirken. Der Vertrag wurde zwischen Dr. Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, und Jörg J. Schmitz, Geschäftsführer des Kölner Studierendenwerks AöR, unterzeichnet. Geplant sind 41 moderne Wohnplätze auf einer Fläche von 1.800 qm, die voraussichtlich Anfang 2027 bezogen werden können. Der Mietvertrag sieht eine langfristige Anmietung durch das Kölner Studierendenwerk vor, sodass alle Apartments staatlich gefördert und zu preiswerten Konditionen vermietet werden können. Die Wohnungsarten umfassen 1-Zimmer-Apartments, 2-Zimmer-Wohnungen sowie 4-Zimmer-WGs. Neben den Wohnplätzen wird der Campus Kartause auch das neue Haus der Bildung des Evangelischen Kirchenverbandes beherbergen, was das Bildungs- und soziale Engagement der Kirche unterstreicht. Diese Kooperation zwischen dem Kölner Studierendenwerk und dem Evangelischen Kirchenverband ist ein wichtiger Schritt zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Köln (Quelle).

Die Notwendigkeit dieser Initiative ist offensichtlich: Die Wohnungsnot unter Kölner Studierenden ist groß. Um mehr Wohnraum zu schaffen, plant das Studierendenwerk die Anmietung von 40 Wohnungen auf dem Campus Kartause in der Südstadt, nahe der Ulrepforte. Die Fertigstellung der Wohnungen ist bis Ende nächsten Jahres angestrebt. Allerdings wird es Bewerbungen für die Wohnungen erst kurz vor der Fertigstellung geben. Diese Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf die drohende Obdachlosigkeit vieler Studierender, die in der Stadt zunehmend unter Druck geraten. So hatte die Stadt bereits ein Haus in Dellbrück als Notschlafstelle angemietet, um den betroffenen Studierenden kurzfristig zu helfen (Quelle).

Finanzielle Belastungen für Studierende

Die durchschnittlichen Ausgaben von Studierenden in Deutschland zeigen, wie belastend die Wohnsituation häufig ist. Im Jahr 2021 lagen die monatlichen Kosten bei mindestens 1.150,00 €, wobei die Miete den höchsten Anteil ausmachte. Die Ausgaben variieren stark, abhängig von Wohnform und Wohnviertel. Die durchschnittliche Warmmiete inklusive Nebenkosten beträgt etwa 410,00 €, was für viele Studierende eine erhebliche finanzielle Belastung darstellt. Darüber hinaus müssen sie auch für Ernährung, Gesundheitskosten und weitere Lebenshaltungskosten aufkommen. Die nächste Datenerhebung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden wird für das Sommersemester 2025 geplant, mit der Veröffentlichung des Berichts zur 23. Sozialerhebung im Frühjahr 2027 (Quelle).

Insgesamt ist die Entwicklung am Campus Kartause ein positives Signal für die Studierenden in Köln. Mit den neuen Wohnplätzen wird nicht nur ein Beitrag zur Lösung der Wohnungsnot geleistet, sondern auch ein Raum geschaffen, der Bildung und soziale Kontakte fördert. Die Kooperation zwischen verschiedenen Institutionen zeigt, wie wichtig gemeinschaftliches Handeln ist, um den Bedürfnissen junger Menschen gerecht zu werden.