Am Samstag, den 21. März, wird Köln zum Schauplatz eines wichtigen Ereignisses: Einem Sternmarsch und einer Kundgebung für Demokratie und Menschenwürde. Diese Veranstaltung, organisiert vom Bündnis „Köln stellt sich quer“, ist nicht nur ein Protest, sondern auch eine klare Botschaft für Toleranz und Vielfalt. Die Kundgebung findet anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus statt, der seit 1966 begangen wird und auf das Massaker im Township Sharpeville, Südafrika, am 21. März 1960 zurückgeht, bei dem 69 Menschen von Polizisten erschossen wurden.
Die Startpunkte des Sternmarsches sind der Ottoplatz um 13 Uhr, der Chlodwigplatz und der Ebertplatz, beide um 13:30 Uhr. Das Ziel ist eine zentrale Kundgebung auf dem Friesenplatz bzw. Rudolfplatz, die um 15 Uhr beginnt. Die Veranstaltung hat das Ziel, die Aufmerksamkeit auf Diskriminierung und rechte Hetze zu lenken sowie ein deutliches Zeichen gegen die Gefahren zu setzen, die von der AfD und anderen rechtsextremen Parteien für unsere demokratischen Institutionen, Kunst- und Meinungsfreiheit sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt ausgehen.
Ein Zeichen setzen für Menschenrechte
Im Jahr 2023 stehen die Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „Menschenwürde schützen“ und finden vom 17. bis 30. März statt. Die Zielsetzung ist klar: Ein stärkeres Engagement gegen Rassismus und Solidarität mit den Opfern von Diskriminierung. So verzeichnete die Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Jahr 2023 mit 10.772 Beratungsanfragen einen Höchstwert. 41 % dieser Anfragen betrafen rassistische Diskriminierung, was von Ferda Ataman, der Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung, als „alarmierender Trend“ bezeichnet wurde.
Rassismus selbst basiert auf der falschen Annahme, dass Menschen aufgrund äußerer Merkmale in „Rassen“ unterteilt werden können. Das führt zu einer unhaltbaren Konstruktion von Gruppen, denen abwertende oder überhöhende Eigenschaften zugeschrieben werden. Dies geschieht sowohl im strukturellen Rassismus, der tief in gesellschaftlichen Strukturen und Diskursen verankert ist, als auch im Alltagsrassismus, der sich in individuellen Benachteiligungen zeigt.
Gemeinsam gegen rechte Hetze
Das Bündnis „Köln stellt sich quer“ und die zahlreichen Unterstützer dieser Veranstaltung rufen dazu auf, gemeinsam gegen Rassismus und Rechtsextremismus einzutreten. Die Forderung ist ein klares Bekenntnis zu Menschenrechten, Völkerrecht und einem solidarischen, vielfältigen Miteinander. In einem Jahr, in dem die AfD in einigen Bundesländern stark vertreten ist, wird der gesellschaftliche Zusammenhalt immer wichtiger. Es ist an der Zeit, dass wir alle Haltung zeigen und uns für eine lebendige Demokratie einsetzen.
Die Aktivitäten rund um die Internationalen Wochen gegen Rassismus bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Beteiligung. Ob durch Bildungsarbeit, Proteste, Diskussionen oder kreative Aktionen, jede Stimme zählt. Bildungseinrichtungen sind aufgerufen, Projekttage und Workshops zur Demokratiebildung zu organisieren. Materialien und Ideen für Aktionen sind von der Stiftung der Internationalen Wochen gegen Rassismus verfügbar.
Für weitere Informationen zur Veranstaltung in Köln und zur Teilnahme an den Internationalen Wochen gegen Rassismus besuchen Sie bitte diese Seite. Zudem können Sie mehr über die Hintergründe des Internationalen Tags gegen Rassismus auf bpb.de erfahren, sowie über die Initiativen zur Bekämpfung von Rassismus auf gew-hamburg.de.