Poetry Slam ist eine lebendige Kunstform, die in den letzten Jahren auch in Köln an Popularität gewonnen hat. Bei diesen Veranstaltungen stehen taufrische Texte und bewegende Performances im Mittelpunkt. Die Teilnehmer sind gefordert, das Publikum zu erreichen, um im Wettstreit erfolgreich zu sein. Dabei sind alle Formen moderner Literatur und Sprachkunst erlaubt, von klassischer und moderner Lyrik über Lautpoesie bis hin zu Kabarett, Comedy und Kurzgeschichten. Die Interaktion zwischen Publikum, Slampoet und Moderator ist ein grundlegender Bestandteil des Formats. Die Zuschauer fungieren dabei als Jury und können ihre Meinungen äußern, was den Slam zu einem dynamischen Erlebnis macht. Quelle.

Marc Smith, der als Erfinder des Poetry Slams gilt, rief in den 80er Jahren in Chicago die ersten Zuhörer dazu auf, ihr Missfallen mit Fingerschnipsen oder Trampeln zu zeigen. Diese innovative Form des Wettbewerbs hat sich seitdem weltweit verbreitet und ist zur zweitgrößten Slam-Szene nach der englischsprachigen geworden. In Deutschland gibt es mehr als 130 regelmäßige Poetry Slams, bei denen bis zu rund tausend Zuschauer pro Veranstaltung anwesend sind. Die deutschsprachigen Slampoeten sind international aktiv, geben Workshops an Universitäten und Schulen und treten auf Buchmessen und Literaturfestivals auf.

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Die Ursprünge des Poetry Slams

Marc Kelly Smith, geboren 1949, ist ein amerikanischer Dichter und der Gründer der Poetry Slam-Bewegung. Aufgewachsen im Südosten von Chicago, begann er bereits im Alter von 19 Jahren Gedichte zu schreiben. 1984 startete Smith eine offene Mikrofonveranstaltung im Get Me High Lounge, die als Monday Night Poetry Reading bekannt wurde. Trotz anfänglicher Skepsis von anderen Dichtern wuchs die Veranstaltung stetig an Popularität. Zwei Jahre später, 1986, veranstaltete er den ersten Poetry Slam im Get Me High Lounge, der später ins Green Mill, ein bekanntes Jazzlokal in Chicago, verlegt wurde. Zu den ersten Teilnehmern gehörten Namen wie Mike Barrett und Jean Howard. Smith führte wichtige Merkmale ein, wie die Auswahl von Richtern aus dem Publikum und die Vergabe von Geldpreisen, die den Slam von anderen Veranstaltungen abgrenzten. Quelle.

Die Entwicklung und der Einfluss

Der Poetry Slam verbreitete sich rasch und wurde in über 500 Städten weltweit etabliert. Smith leitet seit Juli 1986 den Uptown Poetry Slam, die längste wöchentliche Poetry-Show in den USA. Der erste National Poetry Slam fand 1990 in San Francisco statt und umfasst heute über 80 Teams. Trotz Angebote zur Kommerzialisierung des Formats lehnte Smith ab, da er die Wertschätzung der Performance-Poesie gefährdet sah. Er hat mehrere Bücher über die Poetry Slam-Bewegung veröffentlicht und tourt mit seiner eigenen Poesie. Zudem hat er an mehreren Dokumentarfilmen über Poetry Slams mitgewirkt und produziert eine Podcast-Serie mit Mark Eleveld mit dem Titel „Thru the Mill with Marc Kelly Smith“.

Die lebendige Kultur des Poetry Slams in Deutschland und insbesondere in Köln spiegelt sich nicht nur in der Vielzahl von Veranstaltungen wider, sondern auch in der Kreativität und Internationalität der teilnehmenden Poeten. Die dynamische Atmosphäre, in der das Publikum aktiv in die Darbietungen eingebunden wird, macht diese Kunstform einzigartig und faszinierend. Quelle.