Am Wiener Platz in Mülheim sorgt eine defekte Rolltreppe für Gesprächsstoff. Diese Rolltreppe, die von der Unterführung zur Buchheimer Straße führt, ist seit 2018 außer Betrieb und wartet seitdem auf ihren Austausch. Die Stadt Köln hat nun die entsprechenden Beschlüsse gefasst und die Finanzierung für die Erneuerung der Rolltreppe bis Ende 2026 gesichert. Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) werden den Austausch im Auftrag der Stadt durchführen.
Ursprünglich wurde die Rolltreppe im Jahr 1990 errichtet, jedoch wurde sie im Juli 2018 aufgrund ihres schlechten Zustands stillgelegt. Ein erster Versuch, die Rolltreppe zu sanieren, scheiterte, und die Bezirksvertretung Mülheim stimmte 2019 einstimmig für einen Neubau. 2022 gab es bereits Hoffnungen, die Rolltreppe bis Ende 2023 wieder in Betrieb zu nehmen, jedoch erforderliche Leitungsarbeiten führten zu weiteren Verzögerungen. Im September 2023 stellte die Fraktion Die Linke einen Antrag auf Rückbau der Rolltreppe, der jedoch mehrheitlich abgelehnt wurde. Der damalige Bezirksbürgermeister und die SPD-Fraktion sprachen sich klar für den Erhalt der Rolltreppe aus.
Probleme und Fortschritte
Die Stadt kämpft mit einigen Herausforderungen, die den Austausch der Rolltreppe verzögern. So wurde festgestellt, dass die Entwässerung der Fußgänger-Rampe und der Rolltreppengrube nicht mehr über die vorhandene Leitung funktioniert, was den Einbau einer neuen Entwässerungsleitung erforderlich macht. Zusätzlich hat sich herausgestellt, dass die tatsächliche Situation vor Ort erheblich von den Bestandsplänen abweicht, was eine Anpassung der Planung notwendig macht. Die Bauarbeiten sollen jedoch bis Ende 2025 beginnen, inklusive des Einbaus eines Pumpensumpfs zur Wasserableitung.
Die Kosten für den Austausch der Rolltreppe belaufen sich auf insgesamt 500.000 Euro. In der Zwischenzeit wurde der Bauzaun um die Rolltreppe kurz vor Karneval abgebaut, und der Gehweg mit Sand und Kies zugeschüttet. Nach der Freigabe der Planungen sollen die Arbeiten im März fortgeführt werden, und der Einbau der neuen Rolltreppe ist ab Mitte des Jahres geplant. Die Stadt bemüht sich, die Sperrzeiten und Einengungen durch die Baustelle so gering wie möglich zu halten.
Rolltreppen in Köln
In Köln ist die Situation bei den Rolltreppen ein bekanntes Thema. Die Kölner Verkehrs-Betriebe investieren jährlich rund drei Millionen Euro in die Instandhaltung und den Austausch von Rolltreppen. Dennoch gab es bis Ende Oktober 2025 insgesamt 7.414 Ausfälle, was durchschnittlich rund 20 Ausfälle pro Tag entspricht. Die KVB plant den Austausch von mehr als 75 Anlagen im Zeitraum von 2020 bis 2027 und hat bereits 14 alte und defekte Rolltreppen im Jahr 2024 ausgetauscht, acht davon am Neumarkt. Trotz der Herausforderungen sieht die KVB einen positiven Trend, da der Austausch älterer Modelle, die oft fehleranfälliger sind, vorangetrieben wird.
Die KVB hat zudem angekündigt, energieeffiziente Rolltreppen einzubauen, die farblich beleuchtet sind und die Richtung wechseln können. Dies könnte nicht nur die Funktionalität, sondern auch die Attraktivität der öffentlichen Verkehrsanlagen in Köln erhöhen. Auch wenn der Betrieb auf einigen Linien aufgrund von Personalmangel eingeschränkt ist, insbesondere am Wochenende, bleibt die Hoffnung, dass die neuen Rolltreppen zur Verbesserung der Situation beitragen werden.
Mit dem bevorstehenden Austausch der Rolltreppe am Wiener Platz wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer besseren Anbindung und Mobilität für die Bürgerinnen und Bürger Mülheims gemacht. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird und welche positiven Veränderungen die neuen Anlagen mit sich bringen werden.