50 Jahre Gesamtschule Holweide: Ein Fest für Inklusion und Lernen!
Die Gesamtschule Holweide in Mülheim feiert 50 Jahre Bestehen und 40 Jahre Gemeinsames Lernen – ein Modell der Integration.

50 Jahre Gesamtschule Holweide: Ein Fest für Inklusion und Lernen!
Immer mehr Menschen zieht es nach Köln, und mit dieser Beliebtheit wachsen auch die Bildungsangebote der Stadt. Ein besonderes Highlight ist die Gesamtschule Holweide, die vergangenes Wochenende ihr 50-jähriges Bestehen feierte. Diese Schule hat sich nicht nur als Bildungsstätte etabliert, sondern ist auch ein Ort, an dem das Konzept des gemeinsamen Lernens mit viel Herz und Engagement umgesetzt wird.
Die Gesamtschule Holweide wurde 1975 gegründet, zur gleichen Zeit wie die Heinrich-Böll-Gesamtschule und die Willy-Brandt-Gesamtschule. Ein wesentlicher Meilenstein in der Geschichte der Schule war die Einführung des Konzepts des Gemeinsamen Lernens im Jahr 1985. Vor allem die Eltern der Rosenmaarschule gaben den entscheidenden Impuls dazu. Bereits 1981 wurde an der Grundschule in Köln-Höhenhaus ein Schulversuch für gemeinsames Lernen gestartet, wodurch die Grundlagen für die erfolgreiche Integration von Schüler:innen mit unterschiedlichen Bedürfnissen gelegt wurden.
Die Schule hat sich zu einem Vorreiter im Bereich der inklusive Bildung entwickelt. Seit 1985 lernen hier Schülerinnen und Schüler mit und ohne Förderbedarf zusammen. In jedem Jahrgang gibt es neun Klassen mit insgesamt etwa 30 Kindern, die auf Unterstützung angewiesen sind. Die Lehrerinnen und Lehrer übernehmen flexible Rollen, die sowohl Sonderpädagogik als auch allgemeine Unterrichtsführung umfassen. „Gemeinsames Lernen fördert nicht nur den sozialen Umgang, sondern auch die Integration von Kindern“, so die Schulleiterin. Hier wird deutlich, dass Kinder nicht nur Fächer lernen, sondern auch das Miteinander und den Umgang mit verschiedenen Lebensrealitäten erproben.
Ein Zuhause für alle
Das „Team-Kleingruppen-Modell“, das hier praktiziert wird, sieht vor, dass drei Klassen zusammen von einem Lehrerteam unterrichtet werden. Dies schafft nicht nur eine familiäre Atmosphäre, sondern fördert auch die Bindung zwischen Lehrkräften und Schüler:innen. Es zeigt, wie wichtig ein „Zuhause“ für die Entwicklung junger Menschen ist. Die Kinder duzen ihre Lehrkräfte und die Schulleiterin, was das Gefühl der Zugehörigkeit zusätzlich stärkt.
Ein eindrückliches Beispiel für die Werte, die an der Gesamtschule Holweide vermittelt werden, zeigt sich in der Sensibilität der Kinder. Einerseits suchen sie aktiv das Gespräch mit einem Geschäftsführer, um einen Mitschüler im Rollstuhl auf eine Eisfläche zu bringen. Dies verdeutlicht nicht nur den sozialen Zusammenhalt, sondern auch die Empathie, die hier gefördert wird.
In der heutigen Zeit stellt das deutsche Bildungssystem viele vor Herausforderungen. Ursprünglich war es dreigliedrig aufgebaut, mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium, wie die Diskussion um die Schulsysteme zeigt [german.stackexchange.com berichtet, dass …]. Ein wesentliches Ziel der Gesamtschule ist es, diese unterschiedlichen Bildungswege zu kombinieren und den Schüler:innen eine flexible und integrative Schulzeit zu bieten.
Diese Entwicklungen sind nicht nur lokal, sondern spiegeln auch gesellschaftliche Veränderungen wider. Dank der vielen Reformen und Experimente ist es möglich geworden, dass Kinder aus unterschiedlichen Hintergründen in einer Schule zusammen lernen. Dies bestätigt, wie wichtig die Gesamtschule Holweide in der Kölner Bildungslandschaft ist und dass sie mit ihrem Ansatz weit über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung hat.
Köln bleibt eine Stadt, in der Bildung großgeschrieben wird. Es ist erfreulich zu sehen, wie die Gesamtschule Holweide nicht nur eine Institution des Lernens ist, sondern auch als ein Zentrum des Miteinanders und des sozialen Lernens fungiert. So wird Pionierarbeit für künftige Generationen geleistet, und das auf eine herzliche, einladende Weise, die in der heutigen Zeit mehr denn je benötigt wird.