Die Berrenrather Straße in Köln-Lindenthal hat in den letzten Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Anwohnerinnen äußern ihren Unmut über den schlechten Zustand der Straße, der deutlich durch zahlreiche Schlaglöcher geprägt ist. Diese Situation ist nicht neu, denn bereits vor über zehn Jahren wurden Pläne zur Umgestaltung der Straße in Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro und der Stadtverwaltung erarbeitet. 2016 beschloss die Bezirksvertretung Lindenthal die Planung, und 2020 folgte der konkrete Baubeschluss, mit dem Ziel, die Arbeiten bis 2022 abzuschließen. Doch wie so oft im städtischen Raum, kam alles anders.
Die lange Wartezeit auf die Reparatur zieht sich weiter hin. Während die Straße sich zunehmend verschlechtert, hat die Bezirksvertretung die Stadtverwaltung beauftragt, Informationen über den Fortschritt der Planungen sowie den Start der Sanierung bereitzustellen. Die Abstimmung mit Versorgungsunternehmen wie Rhein-Energie und Telekom verzögert den Umbau erheblich. Um möglichen weiteren Verzögerungen entgegenzuwirken, plant die Stadt, die Asphaltdecke der Berrenrather Straße zu erneuern, um Gefahren für den Radverkehr zu minimieren.
Die Herausforderungen der Umgestaltung
Bezirksbürgermeister Roland Schüler berichtete, dass 2017/2018 bereits Geld für den Straßenumbau im Haushalt vorgesehen war, dieser Posten jedoch ohne Erklärung verschwand. Zudem führten Streitigkeiten über einen gewünschten Kreisverkehr an der Kreuzung Weyertal/Berrenrather Straße zu weiteren Verzögerungen. Aktuell gibt die Verwaltung an, dass die Abstimmung mit den Versorgungsunternehmen notwendig sei, bevor der Umbau endlich beginnen könne. Rhein-Energie prüft die Möglichkeit, Fernwärmeleitungen zu verlegen, was die Planungen beeinflusst. Suchschachtungen für die Verlegung fanden im Sommer 2024 statt, wobei Schwierigkeiten aufgrund von Bodendenkmälern und Grünzonen auftraten. Die endgültige Entscheidung über die Verlegung der Leitungen steht noch aus, da sie im Kontext eines generellen Fernwärmeausbaus in Köln betrachtet wird.
Die Situation ist für die Bezirksvertretung und die Anwohnerinnen untragbar. Die Straßenverhältnisse sind alles andere als sicher für Radfahrer und Fußgänger. Die aktuellen Pläne zur Umgestaltung der Berrenrather Straße zwischen Universitätsstraße und Sülzgürtel beinhalten nicht nur die Erhöhung der Verkehrssicherheit, sondern auch eine Verbesserung der Radverkehrsführung, die Verbreiterung der Gehwege sowie eine Neuordnung des ruhenden Verkehrs. Ziel ist es, durch diese Maßnahmen auch die Aufenthaltsqualität in diesem Teil von Sülz zu erhöhen. Anwohnerinnen wurden bereits 2014 und 2015 in zwei Werkstattverfahren in die Planungsüberlegungen einbezogen.
Ein Blick in die Zukunft
Die nationale Stadtentwicklungspolitik, eine Initiative des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, fördert Maßnahmen wie diese, um Städte lebenswert und erfolgreich zu halten. Sie bringt Akteure und Interessierte im Bereich Stadtentwicklung zusammen und schafft Plattformen für den Austausch über stadtgesellschaftliche und städtebauliche Trends. Es bleibt zu hoffen, dass die notwendigen Schritte bald umgesetzt werden und die Berrenrather Straße endlich in einem Zustand ist, der sowohl für Anwohnerinnen als auch für Verkehrsteilnehmerinnen sicher und angenehm ist. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Themenseite der nationale Stadtentwicklungspolitik.
Heute ist der 28.02.2026, und die Anwohnerinnen in Lindenthal warten weiterhin auf die dringend benötigte Sanierung ihrer Straße.