Am 11. November 2025 wird in Köln, wie auch in Mainz und Düsseldorf, die Karnevalssaison pünktlich um 11:11 Uhr eröffnet. Bereits ab 8 Uhr morgens bildeten sich lange Schlangen vor den Kneipen und Partyzentren, während Tausende von Kostümierten bei strahlendem Sonnenschein die Vorfreude auf die närrische Zeit genossen. Das diesjährige Motto von Entertainer Guido Cantz, „In Köln klappt nicht alles, aber was wir definitiv können, ist Feiern“, spiegelt die Stimmung der Feiernden wider. Die Stadt Köln hat sich gut vorbereitet, um den Ansturm der Partytouristen zu regeln.
Die Sicherheitsvorkehrungen sind umfangreich: Rund 1.000 Polizeibeamte sind in Köln im Einsatz, ergänzt durch 450 Mitarbeiter des Ordnungsamtes und 1.200 Mitarbeiter privater Sicherheitsdienste. Besonders beliebt bei den Besuchern ist die Zülpicher Straße, im Volksmund auch als „Kwartier Latäng“ bekannt, ein lebhaftes Studentenviertel voller Bars und Kneipen. Dies sorgt für eine ausgelassene Stimmung, aber auch für die Notwendigkeit von strengen Sicherheitsmaßnahmen.
Sicherheitskonzepte und Regelungen
Um Gedränge zu vermeiden, wird der Zugang zum Karneval um 8:30 Uhr eröffnet, wobei maximal 11.111 Besucher zugelassen werden. Das Gelände bietet Platz für Familien mit Kindern und hält Attraktionen wie Großbildleinwände, Hüpfburgen, und Karussells bereit. Einlass für Kinder bis zu einer Körpergröße von 1,11 Metern ist kostenlos. Alle Getränke sind auf Kölsch beschränkt, während harte Alkoholika verboten sind. Diese Regelungen sollen ein sicheres Feiern ermöglichen und die Besucher vor Gefahren schützen.
Die Polizei hat angekündigt, auch in zivil in den Feierzonen, insbesondere in der Altstadt, Südstadt und dem Kwartier Latäng, präsent zu sein. Überfahrsperren werden an Straßeneingängen installiert, um möglichen Anschlägen vorzubeugen. Zudem werden Mitarbeiter des Ordnungs- und Jugendamtes sowie Beraterinnen des Projekts „EDELGARD“, die gegen sexualisierte Gewalt arbeiten, vor Ort sein. Anlaufstellen für minderjährige Feiernde werden eingerichtet, und Testkäufe durch jugendliche Mitarbeiter sollen den Verkauf von Alkohol und Nikotin an Minderjährige verhindern.
Hintergrund und Ausblick
Die verschärften Sicherheitskonzepte für Karnevalsumzüge sind eine Reaktion auf die erhöhten Sicherheitsbedenken nach Anschlägen, darunter ein Vorfall in München und ein Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Magdeburg. Klaus-Ludwig Fess, Präsident des Bundes Deutscher Karneval, betont, dass im Vergleich zum Vorjahr zusätzliche Auflagen eingeführt wurden. Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Höhepunkt des Straßenkarnevals die größte Freude für viele: die Umzüge am Rosenmontag in Köln, Düsseldorf und Mainz stehen bevor.
Bundesweit sind bis Aschermittwoch etwa 3.500 Umzüge geplant, und über 5.300 Vereine und Zünfte sind aktiv. Allerdings haben bereits mehrere Umzüge, darunter in Marburg und Kempten, abgesagt werden müssen. Die hohen Kosten für Sicherheitsmaßnahmen könnten dazu führen, dass weitere Veranstaltungen nicht stattfinden können. Die Warnungen von Fess, dass das Kulturgut Karneval gefährdet ist, wenn die Sicherheitskosten nicht tragbar sind, sollten uns alle zum Nachdenken anregen.
Das Ziel bleibt jedoch klar: Den Menschen soll eine sichere Teilnahme an den Feierlichkeiten ermöglicht werden. Mit einem bunten Programm, das die Vielfalt der Kölner Karnevalstradition widerspiegelt, und einem starken Fokus auf Sicherheit, wird der Karneval auch 2025 ein unvergessliches Erlebnis für alle Besucher sein. Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Artikel auf stern.de, und die Sicherheitsmaßnahmen im Detail auf WDR.de. Auch die allgemeinen Sicherheitskonzepte werden umfassend beleuchtet auf n-tv.de.