Heute ist der 7.03.2026 und in Köln, insbesondere in Ostheim, stehen die kommenden Wochen ganz im Zeichen der Passionszeit. Diese besondere Zeit lädt dazu ein, über sich selbst, andere und die Welt nachzudenken. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region hat eine inspirierende Videoreihe ins Leben gerufen: „Passionszeit Mit Gefühl! – 7 Wochen ohne Härte.“ Hier können die Gläubigen und Interessierten wöchentlich persönliche Impulse empfangen, die zum Nachdenken anregen.
In der dritten Woche dieser Reihe wird Miriam Haseleu, die stellvertretende Stadtsuperintendentin des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region, zu Wort kommen. Sie thematisiert das Trauer-Café in Köln-Nippes, ein Ort, an dem Menschen bei Kaffee und Käsekuchen über ihre verstorbenen Angehörigen sprechen können. Haseleu hebt hervor, dass Verletzlichkeit kein Zeichen von Schwäche ist, sondern der Schlüssel zu echter Verbindung. Sie sagt: „Wenn wir miteinander im Gespräch sind und unsere Verletzlichkeit teilen, dann entsteht echte Verbindung.“ Diese Erkenntnis ist besonders wertvoll in der Passionszeit, in der das Teilen von Verletzungen, Schmerz und Trauer Nähe und Verständnis fördert. Ein Link zu dem dritten Video der Reihe wird bereitgestellt, um diese Gedanken weiter zu vertiefen. Weitere Informationen sind in dem Artikel auf der Seite des Evangelischen Kirchenverbands Köln zu finden (hier).
Reflexion über Liebe und Verlust
Die Passionszeit ist nicht nur eine Zeit des Nachdenkens über persönliche Verletzungen, sondern auch eine Gelegenheit, die universellen Themen von Leben und Tod zu reflektieren. Dietrich Bonhoeffer beschreibt den Karfreitag und Ostersonntag als Ausdruck von Gottes Liebe zur Menschheit. Der Tod Jesu am Kreuz wird als Symbol für die Erniedrigung und die Liebe Gottes verstanden. Doch die Auferstehung zeigt, dass die Liebe stärker ist als der Tod – eine Botschaft, die in dieser Zeit besonders Bedeutung hat.
Für Christen weltweit ist die Passions- und Osterzeit eine Phase der Reflexion über die Höhen und Tiefen des Lebens. Die Fastenzeit bietet Raum für Zweifel, Fragen und Klage, und lädt dazu ein, diese besondere Zeit bewusster zu gestalten. In Köln wird durch Initiativen wie die Videoreihe „Passionszeit Mit Gefühl!“ ein wertvoller Beitrag zur spirituellen Auseinandersetzung geleistet, der helfen kann, die Herausforderungen des Lebens zu meistern und die Hoffnung auf ein neues Leben zu nähren (hier).
Gemeinschaft in der Verletzlichkeit
Die Einladung, Verletzlichkeit zu teilen, ist nicht nur auf den persönlichen Umgang mit Trauer beschränkt. In einer Zeit, in der viele Menschen unter Einsamkeit leiden oder mit den Herausforderungen des Lebens kämpfen, bietet das Teilen von Erfahrungen eine Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben. Durch das offene Gespräch im Trauer-Café wird nicht nur der Verlust eines geliebten Menschen gewürdigt, sondern auch eine Brücke zu anderen geschlagen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Insgesamt zeigt die Passionszeit, dass es nicht nur um den individuellen Glauben geht, sondern um die Gemeinschaft, die entsteht, wenn Menschen zusammenkommen, um ihre Geschichten zu teilen. Diese Dynamik von Nähe und Verständnis ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Möge die Passionszeit in Köln und darüber hinaus für viele eine Gelegenheit zur Reflexion und zur Stärkung der Gemeinschaft werden.