Am 10. April 2026 findet in Merheim ein spannender Patiententag der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) statt, der sich ganz der Pneumologie widmet. Die Veranstaltung richtet sich an Leser, Hörer, Zuschauer und Pressevertreter und bietet eine Plattform zum Austausch über die neuesten Entwicklungen in der Behandlung von Atemwegserkrankungen. Moderiert wird das Event von Prof. Dr. Carl-Peter Criée, dem Vorsitzenden der Deutschen Atemwegsliga (DAL).
Die geplanten Schwerpunktthemen sind vielversprechend. So wird Prof. Dr. Marek Lommatzsch vom Universitätsklinikum Rostock über innovative Ansätze in der Behandlung von Asthma und COPD referieren. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Inhalation, vorgestellt von PD Dr. Maximilian Wollsching-Strobel von der Lungenklinik Köln-Merheim. Prof. Dr. Heinrich Worth vom Facharztforum Fürth wird sich mit dem Umgang mit Husten und der neuen Hustenleitlinie beschäftigen. Des Weiteren wird er auch über die Patientenschulung diskutieren und die Frage aufwerfen, ob diese online oder in Präsenz stattfinden sollte. Weitere Informationen finden Sie in der umfassenden Pressemitteilung.
Patientenschulungen: Der Schlüssel zu besserem Umgang mit Atemwegserkrankungen
Ein zentrales Element der Pneumologie sind Schulungen für Patienten mit Asthma und COPD. Die Atemwegsliga bietet ein umfangreiches Verzeichnis von Praxen, die solche Schulungen anbieten. So können Betroffene gezielt nach Angeboten in ihrer Umgebung suchen, indem sie einfach die ersten zwei Ziffern ihrer Postleitzahl eingeben. Dieses Verzeichnis wird ständig erweitert und zuletzt am 26. Februar 2025 aktualisiert.
Die Kontaktaufnahme für Praxen oder Kliniken, die im Verzeichnis fehlen, ist unkompliziert über die E-Mail-Adresse kontakt@atemwegsliga.de möglich. Zudem kann ein Fragebogen für die Aufnahme in das Verzeichnis heruntergeladen werden. Für Fachkräfte wird auf der Seite „Train-the-Trainer“ hilfreiches Wissen zur Trainer-Aus- und Weiterbildung bereitgestellt.
Die Rolle der pneumologischen Rehabilitation
Pneumologische Rehabilitation (PR) spielt eine entscheidende Rolle im Management chronischer Atemwegserkrankungen. Sie ist eine evidenzbasierte, interdisziplinäre Behandlung, die auf die Reduktion von Symptomen, die Steigerung der Lebensqualität und die Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit abzielt. Die Effektivität der PR ist besonders bei COPD-Patienten gut belegt, während sie auch für Nicht-COPD-Patienten zunehmend positive Ergebnisse zeigt. Die Therapieinhalte werden individuell von einem multidisziplinären Team angepasst, um den bestmöglichen Erfolg zu erreichen.
Die American Thoracic Society (ATS) und die European Respiratory Society (ERS) definieren PR als umfassende Behandlung für Patienten mit Atemwegserkrankungen. In Deutschland ist der Anspruch auf Rehabilitation im Sozialgesetzbuch (SGB) IX geregelt, wobei die Genehmigung eine Rehabilitationsfähigkeit, -bedürftigkeit und eine günstige Prognose voraussetzt. Die Rehabilitation kann über die gesetzliche Renten-, Kranken- oder Unfallversicherung beantragt werden. Mehr Informationen zur pneumologischen Rehabilitation finden Sie in dem Artikel auf PMC.
Insgesamt zeigt der Patiententag der DGIM in Merheim, wie wichtig der Austausch über neue Behandlungsmethoden und die Unterstützung von Patienten ist. Der Austausch von Wissen und Erfahrungen kann einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Atemwegserkrankungen leisten.