Der TSV 1860 München konnte am vergangenen Samstag einen wichtigen Auswärtssieg gegen Viktoria Köln feiern. Kevin Volland, der in der 38. Minute das einzige Tor des Spiels erzielte, sorgte damit für einen 1:0-Sieg. Der Kapitän Thore Jacobsen leitet den Ball nach einem Fehlpass von Torhüter Timo Schulz direkt zu Volland weiter, der die Chance eiskalt nutzte. Volland hat nicht nur sportliche, sondern auch familiäre Verbindungen zur Domstadt: Seine Schwester und ihr Mann leben in Köln. Nach dem Schlusspfiff feierte er mit seiner Familie und betonte, dass sie „Kölschkränze“ trinken können.

Die Mannschaft blieb nach dem Spiel in Köln, um die Siegesserie gebührend zu feiern. Unter den Highlights der bisherigen Saison hat Volland bereits 13 Scorerpunkte gesammelt und viele vorletzte Pässe gespielt. Trainer Markus Kauczinski lobte die Erfahrung und Coolness des Stürmers, der die anfängliche Durststrecke der Mannschaft nun hinter sich sieht und optimistisch in die Zukunft blickt. Der TSV 1860 hat den Anschluss an den Relegationsrang drei hergestellt, der Abstand zu Platz zwei beträgt nur fünf Punkte. Am kommenden Samstag steht das nächste Spiel gegen Wehen Wiesbaden an, das um 14 Uhr beginnt.

Aufstiegshoffnungen und neue Gesichter

Kevin Volland äußerte sich auch zur allgemeinen Aufstiegserwartung bei 1860 München. Der Verein hat am Tag vor dem Trainingslager in Ulrichsberg den Norweger Sigurd Haugen verpflichtet, der der neunte Neuzugang in dieser Saison ist. Haugen, der von Aarhus GF kam und zuvor leihweise für Hansa Rostock spielte, wurde von Sport-Geschäftsführer Christian Werner als „absoluten Wunschkandidaten“ bezeichnet. Während Volland die Neuzugänge wie Florian Niederlechner und Thomas Dähne begrüßt, betont er jedoch, dass diese Verpflichtungen nicht zwangsläufig zu einer erfolgreichen Saison führen müssen.

Die Vorbereitung der Mannschaft verlief vielversprechend, mit drei Testspielsiegen gegen TSV Grafenau (10:0), TSV Weyarn (15:0) und Eintracht Bamberg (5:0). Volland konnte in diesen Spielen jeweils ein Tor erzielen. Trotz der positiven Ergebnisse vermeidet er es, konkrete Torziele für die Saison zu nennen, und legt den Fokus auf die Bedeutung von Assists.

Eine starke Mannschaft mit großen Ambitionen

Die Begeisterung über die Leistung der Mannschaft ist auch bei Trainer Patrick Glöckner spürbar. Er hebt die Spielfreude, Klarheit auf den Positionen und eine kompromisslose Defensive hervor. Glöckner warnt die Konkurrenz: „Wenn wir so wie heute spielen, wird es schwer, uns zu schlagen.“ Mit einer neuen Kadertiefe, die nahezu doppelt besetzt auf jeder Position ist, hat 1860 München große Ambitionen. Der Abgang von Lukas Reich zu Greuther Fürth für 500.000 Euro brachte zudem ein Ablöseplus, was die finanzielle Situation des Vereins weiter stabilisiert.

Die Mannschaft blieb während der Vorbereitung von Verletzungen verschont und gewann acht von neun Vorbereitungsspielen. Laut einer Umfrage von 17 von 20 Drittliga-Trainern gilt der TSV 1860 München als Topfavorit auf den Aufstieg. Die hohe Anzahl von 29 Profis im Kader könnte jedoch auch Konflikt-Potenzial mit sich bringen, da einige Spieler sich auf der Bank wiederfinden werden. Volland erinnert sich an seine Zeit bei Hoffenheim, wo hohe Erwartungen nicht erfüllt wurden, und geht daher vorsichtig an die Saison heran, trotz der großen Hoffnungen, die in die Mannschaft gesetzt werden.

Der TSV 1860 München ist also in einer spannenden Phase der Saison und die nächsten Spiele werden zeigen, ob die Ambitionen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga realisiert werden können. Mehr Informationen über den aktuellen Stand können auf Abendzeitung München, T-Online und BR.de nachgelesen werden.