Die Stadt Köln steht vor einem spannenden Kapitel in der Verkehrsinfrastruktur. Seit der Eröffnung der Zoobrücke im November 1966 hat es keine neuen Brückenverbindungen über den Rhein gegeben, doch nun plant die Stadt die Umsetzung von zwei neuen Brücken, die speziell für Fußgänger und Radfahrer konzipiert sind. Diese Brücken sind Teil eines größeren städtebaulichen Masterplans, der 2009 ins Leben gerufen wurde, und sollen die bestehenden Verbindungen zwischen den linken und rechten Rheinseiten erheblich verbessern. Aktuell gibt es sieben Brücken, die die Stadtteile über den Rhein verbinden, aber die neuen Brücken werden ausschließlich für den Fuß- und Radverkehr gedacht sein, im Gegensatz zu den bestehenden Brücken, die auch für Autos und Bahnen genutzt werden können.

Die geplanten Standorte sind ebenso vielversprechend wie strategisch günstig: Eine Brücke wird zwischen der Bastei und dem Rheinpark errichtet, während die zweite Brücke auf Höhe des Ubierrings vorgesehen ist. Die Stadt Köln hofft, dass das Land Nordrhein-Westfalen bis zu 80% der förderfähigen Kosten von insgesamt 172 Millionen Euro übernimmt. Die Vorplanungen sind bereits abgeschlossen, und der Kölner Stadtrat wird im Herbst 2023 über den Planungsbeschluss entscheiden. Die Planungskosten belaufen sich auf 25 Millionen Euro.

Design und Nutzung der neuen Brücken

Das Design der beiden neuen Brücken ist ein weiteres Highlight des Projekts. Die nördliche Brücke wird als Netzwerkbogenbrücke mit zwei markanten stählernen Bögen entworfen, die an der Architektur des Rheinparks orientiert sind. Radfahrer können über den Theodor-Heuss-Ring, die Sedanstraße und die Straße An der Münze direkten Zugang zur Brücke finden. Die südliche Brücke hingegen wird als stählerne Schrägseilbrücke mit einem zentralen Pylon entworfen, der an den Buchstaben „A“ erinnert. Eine Rampe am Ubierring wird parallel zur Baumallee verlaufen und stützenfrei über die Poller Wiesen führen.

Besonders ansprechend sind die vorgesehenen Sitzgelegenheiten auf beiden Brücken, die den Fußgängern und Radfahrern einen ungestörten Blick auf den Kölner Dom und die Stadt bieten sollen. Diese sogenannten „Balkone“ über dem Rhein laden zum Verweilen ein und schaffen somit zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten. Auf der Brücke zwischen der Bastei und dem Rheinpark wird eine geschwungene Rampe die Brücke an bestehende Parkwege anbinden.

Wichtige Verbindungen und zukünftige Entwicklungen

Die neuen Brücken werden nicht nur die Attraktivität des neuen Stadtviertels Deutzer Hafen erhöhen, sondern auch die Nutzung der Hohenzollernbrücke erleichtern. Diese Erweiterung ist jedoch vorerst zurückgestellt. Es gibt derzeit keine Bedenken bezüglich der neuen Brücken, die eine wichtige Erweiterung des Kölner Radwegenetzes darstellen, da die bestehenden Rheinbrücken keine moderne Infrastruktur bieten. Die Brücken würden auch die Ringe über den Rhein verlängern und das Projekt „Ring frei“ fortsetzen, was für die Stadt und ihre Bürger von großer Bedeutung ist.

Die Bauarbeiten werden erst nach Abschluss des Planungsverfahrens beginnen, und die Fertigstellung der Vorentwurfsplanung wird für Anfang 2026 angestrebt. Dies ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die Stadt Köln entschlossen ist, die Verkehrsinfrastruktur für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern und somit einen nachhaltigen Beitrag zur Mobilität zu leisten. Für weitere Informationen über diesen spannenden Fortschritt in der Kölner Infrastruktur können Sie die vollständigen Details in den Artikeln auf ksta.de, stadt-koeln.de und t-online.de nachlesen.