Die 27. Bechener Glaubenswoche, die in der katholischen Kirche St. Antonius Einsiedler stattfand, bot ein buntes Programm, das Jung und Alt ansprach. Ein Highlight war der „Markt der Möglichkeiten“ am Jugendnachmittag, wo verschiedene Vereine, Organisationen und Unternehmen ihre Angebote präsentierten. Besonders einladend war das Angebot der Feuerwehr, das einen wichtigen Beitrag zum Thema Brandschutz leistete. Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) veranstaltete Workshops, während Musik- und Sportvereine den rund 50 Firmanden von St. Marien und Gästen aus Altenberg zur Verfügung standen und damit ein abwechslungsreiches Programm ermöglichten.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Glaubenswoche war der Vortrag von Judith Wolf, der Bildungsreferentin der kfd, am Montag. Ihr Thema „Das Buch Judith – Eine Hoffnungsgeschichte?“ regte die Teilnehmer dazu an, in kleinen Gruppen über Impulsfragen zu diskutieren. Diese Gespräche führten zu einem intensiven Austausch über die Hoffnungen, die sowohl Judith als auch die Teilnehmenden aus dem Text schöpfen konnten. Eine zentrale Erkenntnis war, dass Hoffen auf Gott allein nicht ausreicht – Handeln ist ebenso notwendig. Dies wurde auch im Kindergottesdienst vermittelt, wo die Botschaft klar war: Aussäen allein genügt nicht; die Pflege ist unerlässlich.
Ein Abend voller Hoffnung
Ein weiteres Highlight der Woche war die Buchlesung von Margot Käßmann, die am 4. März stattfand. Ihr Buch „Die Farben der Hoffnung“ behandelt Themen aus biblischer und theologischer Sicht sowie aus persönlicher Erfahrung. Käßmann, die selbst mit einer schweren Erkrankung zu kämpfen hatte, betont die Kraft des Glaubens, der Liebe und des Hoffens. Ursprünglich wollte sie ein Buch über Angst schreiben, entschied sich jedoch, inspiriert von ihrer Tochter, für das Thema Hoffnung. Der Abend in der katholischen Kirche war kostenlos, Spenden waren jedoch willkommen, und eine Anmeldung war nicht erforderlich. Die Lesung fand in der stimmungsvoll beleuchteten Kirche, umgeben von Kerzenschein und Orgelmusik von Seelsorgebereichsmusiker Gonzalo Paredes, statt.
Käßmann ist eine bekannte Persönlichkeit in Deutschland, ehemalige Landesbischöfin und Mutter von vier Töchtern sowie Großmutter von sieben Enkeln. In ihren Werken verbindet sie persönliche Erfahrungen mit den Herausforderungen des Lebens und der Gesellschaft. Sie sieht den christlichen Glauben als entscheidenden Lebensanker und hat sich in der Vergangenheit wiederholt zu aktuellen Weltgeschehnissen geäußert, insbesondere zur Friedensfrage und zu den steigenden Rüstungsausgaben. „Krieg ist kein Lösungsweg“, so ihre klare Botschaft.
Reflexion über Glauben und Hoffnung
Die Glaubenswoche in Bechen bot nicht nur Raum für spirituelle Reflexion, sondern auch für das persönliche Miteinander und den Austausch von Erfahrungen. Der „Offene Kirche im Kerzenschein“, der am Samstag, dem 7. März, stattfand, ergänzte das Programm durch eine besinnliche Atmosphäre, die durch die stimmungsvolle Beleuchtung und die alte Kirchenarchitektur unterstützt wurde. Käßmanns Sicht auf den Karfreitag, der für sie ein wichtiger Feiertag ist, verdeutlicht, wie der Glauben auch in schwierigen Zeiten Halt geben kann. Sie plädiert dafür, sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzen und sieht im Glauben an die Auferstehung eine Quelle der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.
Die Bechener Glaubenswoche hat somit nicht nur eine Plattform für Glaubensfragen angeboten, sondern auch einen Raum geschaffen, in dem die Teilnehmenden über ihre Hoffnungen und Herausforderungen ins Gespräch kommen konnten. Diese wertvollen Impulse und der Austausch über das, was die Teilnehmenden aus den Vorträgen und Workshops mitnehmen, zeigen, wie wichtig es ist, in Gemeinschaft zu reflektieren und zu handeln.
Für weitere Informationen zu dieser bereichernden Woche und den Veranstaltungen besuchen Sie bitte die offizielle Seite des Erzbistums Köln sowie die Webseite des Bildungswerks.