Die Kölner Gastronomieszene hat Grund zur Freude: Die Boize Bar, ein beliebter Anlaufpunkt für die LGBTQ- und FLINTA-Community, wird bald wiedereröffnet! Die Betreiberin Payman Neziri hat die Bar seit Rosenmontag geschlossen, um umfassende brandschutztechnische Sanierungen durchzuführen. Bereits seit 2022 war die Notwendigkeit einer Kernsanierung bekannt, und nun sind 14 Gewerke in die Arbeiten eingebunden. Die Vorbereitung auf die Wiedereröffnung hat anderthalb Jahre gedauert, und jeder Monat der Schließung kostet Neziri satte 13.000 Euro. Die Wiedereröffnung ist für Ende Juli, Anfang August geplant und verspricht ein schickeres Ambiente mit dominierendem Rot und innovativen Plexiglas-Würfeln zur Beleuchtung.

Während die Arbeiten in der Boize Bar voranschreiten, zieht das Team ab Ende März ins The Cage am Rathenauplatz, wo sie Drinks von einer Sonderkarte anbieten werden. Diese temporäre Lösung wird es der Bar ermöglichen, während der Schließzeit aktiv zu bleiben, mit festen Terminen am Wochenende. Die Boize Bar, die Platz für etwa 200 Personen bietet, wird sich zudem von ihrem bisherigen Label „Flinta-Bar“ distanzieren und sich als „Lesbian+“-Bar positionieren. Neziri plant, während der Pride-Events vom 19. Juni bis 5. Juli in der Friesen Bar aktiv zu sein.

Die neue queere Bar Le Spot

Doch das ist noch nicht alles: Payman Neziri hat bereits das nächste Projekt in der Pipeline. Auf der Aachener Straße, in der ehemaligen Tausend Bar, entsteht die neue queere Bar Le Spot. Diese soll Mitte bis Ende April eröffnen und sich an Menschen ab 25 Jahren richten. Ein besonderes Merkmal: Der Eintritt wird kostenlos sein, was einen inklusiven Raum schaffen soll, der in der überwiegend hetero-dominierten Friesenstraße fehlt. Le Spot wird Platz für rund 100 Personen bieten und hat Öffnungszeiten von dienstags bis samstags ab 17 oder 18 Uhr, unter der Woche bis 24 oder 1 Uhr, am Wochenende bis 3 oder 4 Uhr.

Neziri, die seit über 20 Jahren in der Kölner Gastronomie tätig ist und zuvor das Café Bastard betrieb, hat mit der Boize Bar einen Ort geschaffen, der als „Wohnzimmer“ für die LGBTQ-Community gilt. Die Bar wurde Ende 2019 eröffnet und gewann schnell an Bekanntheit, unter anderem durch die Teilnahme von Irina Schlauch an der Dating-Show „Princess Charming“. Bei der Boize Bar stehen eine entspannte Getränke-Atmosphäre im oberen Bereich und eine lebhafte Tanzfläche im Untergeschoss zur Verfügung. Zu den beliebten Drinks gehört der Signature-Drink Maracuja Sour, der für 9 Euro angeboten wird.

Ein Platz für alle

Die Boize Bar, mit Öffnungszeiten mittwochs und donnerstags von 19 bis 1 Uhr sowie freitags und samstags von 20 bis 4 oder 5 Uhr, ist mehr als nur eine Bar. Sie bietet einen Safe Space für Frauen und weiblich gelesene Personen. Die Türpolitik war so gestaltet, dass Männer in der Regel keinen Zutritt hatten. Diese Ansätze werden jedoch überarbeitet, um ein breiteres Spektrum an Gästen anzusprechen. Neziri veranstaltet auch die „Disco Babes“ im Gloria und die „Kisses and Lies“-Party im Bootshaus, die seit 13 Jahren für die FLINTA-Community stattfinden.

In einem sich ständig verändernden gastronomischen Umfeld ist es wichtig, Orte zu haben, die Vielfalt und Inklusion fördern. Das Era, ein beliebter Treffpunkt in Köln, bietet eine ähnliche Atmosphäre und vereint kulinarische Vielfalt mit einem einladenden Bistro-Café-Bar-Konzept. Unter der Leitung von Rainer B. Diederichs und Henning H. Klein, die seit 1992 in der Erlebnisgastronomie tätig sind, hat das Era eine hohe Qualität und respektvollen Umgang mit seinen Gästen zu bieten, und bleibt ein Ort für Genuss und Begegnung, auch für die LGBTQ-Szene.

Die Entwicklungen rund um die Boize Bar und Le Spot zeigen, dass Köln weiterhin ein offener und lebendiger Ort für die LGBTQ-Community ist. Die Vorfreude auf die Wiedereröffnung und die neuen Projekte ist groß, und die Kölnerinnen und Kölner dürfen gespannt sein, was die Zukunft bringt.