In Köln-Deutz hat sich am 26. Februar um 11:20 Uhr ein krasser Vorfall ereignet: Der 69-jährige Theo Hahn, ein ehemaliger Polizist im Ruhestand, wurde Opfer eines Motorradroller-Diebstahls. Die Täter, zwei unbekannte Männer, gingen dreist vor und knackten das Schloss des Rollers. Als sie jedoch gestört wurden, flohen sie zunächst, kehrten aber anschließend zurück, um ihren Diebstahl zu vollenden. Ein aufmerksamer Anwohner hielt den Vorfall mit seinem Handy fest und filmte, wie die beiden Männer sich an dem Roller zu schaffen machten. Theo Hahn meldete den Diebstahl umgehend bei der Polizei und begann selbst mit der Suche nach seinem Roller.

Die Fluchtrichtung der Täter führte über eine Fußgängerbrücke in Richtung einer Kleingartenanlage. Bei seiner Suche fand Hahn im Gebüsch einen abgebrochenen Spiegel des Rollers sowie Schleifspuren auf dem Boden, die auf Stürze der Täter hindeuteten. Leider blieb der Roller jedoch unauffindbar. Weitere Informationen zu diesem Vorfall sind in einem Bericht auf Express zu finden.

Jugendliche als Drahtzieher?

Interessanterweise stehen in einem anderen Fall zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren im Verdacht, über 30 Motorroller und Motorräder in Köln sowie den umliegenden Städten Hürth, Brühl und Bornheim gestohlen zu haben. Diese Festnahme erfolgte am 24. Januar 2024, nachdem die Polizei durch Ermittlungen des Kriminalkommissariats 23 einen Haftbefehl beantragt hatte. Die Jugendlichen sind seitdem in Untersuchungshaft. Laut den Ermittlungen nutzten sie die gestohlenen Fahrzeuge selbst und ließen sie stark beschädigt zurück. Am 23. Januar 2024 stahlen sie zuletzt einen Roller in Köln und wurden am selben Tag in Hürth mit dem gestohlenen Fahrzeug gesehen, konnten jedoch zunächst entkommen. Weitere Einzelheiten zu diesem Fall sind auf Bild nachzulesen.

Sicherheit in Köln: Ein Blick auf die Kriminalitätsstatistik

Die Vorfälle rund um den Roller-Diebstahl werfen ein Licht auf die aktuelle Sicherheitslage in Köln. Obwohl die erfassten Straftaten in der Stadt um 2,7 Prozent gesunken sind, bleibt die Situation angespannt. Polizeipräsident Herrmanns betont, dass diese Zahlen keine Trendumkehr darstellen, sondern eher eine Stagnation auf hohem Niveau. Besonders auffällig ist der Anstieg von Wohnungseinbrüchen und Betrug, während der Fahrraddiebstahl um fast ein Viertel zurückgegangen ist, jedoch der Schaden dabei gestiegen ist. Die Aufklärungsquote liegt bei 49 Prozent, was bedeutet, dass weniger als jede zweite Tat aufgeklärt wird. Dies ist besonders problematisch, wenn es um schwerwiegende Delikte geht, da große Ermittlergruppen gebildet werden müssen, um diese aufzuklären. Weitere Informationen zur Kriminalitätsstatistik in Köln finden Sie in einem Artikel auf Rundschau Online.