In Köln-Rondorf nimmt ein neues Wohnquartier Gestalt an. Das Neubaugebiet Rondorf Nord-West wird bis 2032 fertiggestellt und bietet Platz für rund 3000 Menschen in insgesamt 1300 Wohneinheiten. Die Erschließung des ersten Bauabschnitts wurde bereits Ende März abgeschlossen, und der Verkauf der Grundstücke durch die Amelis Projektentwicklungs-Gesellschaft hat begonnen. Besonders hervorzuheben ist, dass der zentrale Platz des künftigen Quartiers an Garbe Urban Real Estate verkauft wurde, die hier ab Sommer nächsten Jahres 170 Mietwohnungen auf 7000 Quadratmetern schaffen möchte. Ein Quartiersplatz, der als Dorftreff mit Wochenmarkt und Festen konzipiert ist, ist ebenfalls geplant.

Bereits 40 Prozent der Grundstücke sind verkauft, und Gespräche mit einem dritten Projektentwickler sind im Gange. Garbe plant außerdem fünf Gewerbeeinheiten für ein Nahversorgungszentrum mit einer Mietfläche von 3800 Quadratmetern. Die geplante Nutzung umfasst einen Vollsortimenter, eine Drogerie, eine Apotheke sowie weitere Dienstleistungs- und Gewerbenutzungen. Die Bauweise der Häuser wird in Holzhybridbauweise auf einer Bruttogrundfläche von 13.300 Quadratmetern umgesetzt. Der Wohnungsmix reicht von Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen auf fünf Etagen, und in einer Tiefgarage sind rund 180 Pkw-Stellplätze vorgesehen. Dieses Projekt ist das größte privat finanzierte Wohnbauvorhaben in Köln und erstreckt sich über 40 Hektar, wobei etwa 30 Prozent der Wohnungen öffentlich gefördert werden. Die ersten Hochbauvorhaben sollen noch in diesem Jahr beginnen. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel von der Rundschau.

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Amelis: Der Erschließungsträger

Die Amelis Projektentwicklungs-Gesellschaft spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung des neuen Wohnquartiers. Als Landentwickler und Erschließungsträger ist Amelis dafür zuständig, erschlossene Baugrundstücke anzubieten, die gemäß dem in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan bebaut werden können. Dieser Plan ermöglicht eine verdichtete Bebauung mit Reihen- und Doppelhäusern sowie Mehrfamilienhäusern. Nur wenige Grundstücke sind für freistehende Einfamilienhäuser vorgesehen. Aktuell laufen Gespräche mit Bauträgern, um den Vertrieb von Reihen- und Doppelhäusern voranzutreiben. Ein konkreter Zeitpunkt für den Vertrieb der Hausangebote ist jedoch noch nicht bekannt; die Entscheidung über den Verkaufszeitpunkt der Einfamilienhausgrundstücke wird im ersten Halbjahr getroffen. Interessierte können sich bereits vormerken lassen, da Amelis später Kontakt aufnehmen wird. Weitere Details zu Amelis finden Sie auf der Webseite von Amelis.

Herausforderungen in der Stadtentwicklung

Die Entwicklung des neuen Quartiers steht jedoch auch vor Herausforderungen. Ein zukunftsorientierter Dialog mit der kommunalen Politik und der Stadtverwaltung gestaltet sich oft schwierig. Es fehlt an Instrumenten und Vorgehensweisen, um Projekte in der Stadtentwicklung als eigenständige Akteure zu verstehen. Das Bewusstsein in Verwaltung und Politik über die Bedeutung einzelner Projekte ist oft unzureichend, was zu Vorbehalten und Widerstand führen kann.

In den letzten Jahren haben sich zivilgesellschaftliche Projektinitiativen gebildet, die sich für die Gestaltung ganzer Stadtquartiere einsetzen. Initiativen wie KLuG – Köln leben und gestalten e.V. oder die WandelWerk-Initiative im Liebig-Quartier sind Beispiele für zukunftsweisende Ansätze. Diese Initiativen zielen darauf ab, die Transformationsherausforderungen mit einer gemeinwohlorientierten, kooperativen und transformativ ausgerichteten Grundhaltung anzugehen. Der Übergang vom Projekt zum Quartier ist in Köln relativ neu, orientiert sich jedoch an den Erkenntnissen der Leipzig Charta. Mehr Informationen zu diesen Initiativen finden Sie unter Zukunftsquartiere Köln.