Heute ist der 27.02.2026. In der aktuellen politischen Debatte in Deutschland hat der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, in der ARD-Sendung „Maischberger“ einen bemerkenswerten Standpunkt vertreten. Er sieht keine Gefahr von Putins Russland für Deutschland und antwortete auf die Frage nach der Bedrohung durch Russland mit einem klaren „Nein“. Diese Aussage hat nicht nur für Aufsehen gesorgt, sondern auch für einen scharfen Widerspruch von CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, der Frohnmaier vorwarf, russische Interessen in Deutschland zu vertreten. Röttgen verwies auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen Angriffe auf Zivilisten, die seiner Meinung nach als hybrider Krieg gegen Deutschland zu werten sind.

In dieser Diskussion um hybride Kriegsführung wird deutlich, dass die Gefahren durch Russlands Vorgehen seit dem Einmarsch in die Ukraine 2022 gestiegen sind. Die hybride Kriegsführung umfasst nicht nur militärische Einsätze, sondern auch Spionage, Sabotage, Cyberangriffe und Desinformation. Röttgen bezeichnete Frohnmaiers Aussagen als „beste Propaganda, die Putin sich wünschen kann“, was die Brisanz dieser Debatte unterstreicht.

Die Dimension der hybriden Kriegsführung

Frohnmaier forderte in der Sendung eine „seriöse Friedensinitiative“ und kritisierte die dauerhafte Waffenlieferung an die Ukraine. Er sieht Reisen von AfD-Politikern nach Russland als ein Mittel, um Gesprächskanäle offen zu halten. Dabei erwähnte er auch seine Reisen auf die Krim nach deren russischer Annexion 2014, die er als wahrscheinlich russisch bleibend bezeichnete. Diese Haltung steht im Kontrast zu den Warnungen europäischer Nachrichtendienste, die vor einem Anstieg von Sabotageakten und Brandstiftungen in der EU und Großbritannien warnen. Beispielsweise gab es im Juli 2024 einen Brandanschlag auf ein DHL-Logistikzentrum in Leipzig, und mehrere westliche Politiker vermuten Russland hinter verschiedenen Vorfällen, darunter der Absturz eines Frachtflugzeugs des deutschen Paketdienstleisters DHL in Litauen.

Die Gefährdungslage im Cyberraum ist laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hoch. Die Zahl prorussischer Cyberangriffe, insbesondere DDoS-Angriffe, ist seit Februar 2022 gestiegen. Zudem zielen Desinformationskampagnen darauf ab, die öffentliche Meinung zu beeinflussen und die Unterstützung für die Ukraine zu untergraben. Dies verdeutlicht die vielfältigen Facetten der hybriden Kriegführung, die nicht nur militärische, sondern auch gesellschaftliche und politische Dimensionen umfasst.

Einblicke in hybride Strategien

Hybride Kriegsführung, wie sie von Experten beschrieben wird, ist ein komplexes Zusammenspiel aus verschiedenen Taktiken, die darauf abzielen, die Stabilität eines Landes zu gefährden. Diese Taktiken reichen von militärischen Einsätzen bis hin zu subtile Formen der Einflussnahme, wie etwa Wahlbeeinflussung und Desinformation. Russland wird vorgeworfen, in Wahlen in Europa und Nord- und Südamerika einzugreifen, was die Dringlichkeit unterstreicht, flexibel auf solche Angriffe zu reagieren. Die Definition von „Hybrid“ bezieht sich auf heterogene Herkunft oder Zusammensetzung, was hier treffend ist, denn die hybride Kriegsführung nutzt unterschiedliche Mittel, um ein Ziel zu erreichen. Es ist ein Mix, der sowohl aus konventionellen als auch aus unkonventionellen Mitteln besteht, wie die Definition von Merriam-Webster zeigt.

In diesem Kontext ist die Diskussion um die Aussagen von Frohnmaier und die Reaktionen darauf ein wichtiger Bestandteil des politischen Diskurses in Deutschland. Die divergierenden Meinungen über die Rolle Russlands und die angemessene Antwort darauf verdeutlichen, wie komplex und vielschichtig die aktuellen geopolitischen Herausforderungen sind. Die Frage bleibt, wie Deutschland und Europa auf diese vielschichtigen Bedrohungen reagieren werden, während die politischen Akteure ihre Positionen weiterhin schärfen.