In Köln tut sich was in der Welt der kirchlichen Kommunikation! Das Erzbistum Köln hat einen neuen Wettbewerb ins Leben gerufen, den „Hiero Award“, um die Vielfalt und Qualität kirchlicher Öffentlichkeitsarbeit zu würdigen. Nach zehn Jahren des Wettbewerbs „Pfarrbrief des Jahres“ wird damit ein frischer Wind in die kirchliche Kommunikation gebracht. Der neue Award soll nicht nur die bisherigen Formate anerkennen, sondern auch neue Wege aufzeigen und die Ehrenamtlichen ermutigen, ihre kreativen Ideen und Projekte selbstbewusst einzureichen.

Der „Hiero Award“ ist ein spannendes Projekt, das die Sichtbarkeit verschiedener Kommunikationskanäle fördert. Dabei können Gemeinden und Einrichtungen des Erzbistums Köln alle Formen der Öffentlichkeitsarbeit einreichen: von klassischen Publikationen über digitale Formate bis hin zu Kampagnen und dialogischen Projekten. Die Einreichungen können in verschiedenen Kategorien erfolgen, die offen formuliert sind und unter anderem die Themen „Haltung & Mission“, „Dialog & Beteiligung“, „Innovation & Mut“ sowie „Klein & fein“ umfassen.

Der Weg zur Einreichung

Die Bewerbungsfrist für den „Hiero Award“ endet Ende Juni, und die Teilnahme steht allen lokalen, katholischen Gemeinden und Einrichtungen offen. Ein Expertenteam aus Kommunikationsexperten und Preisträgern des Vorjahres wird die eingereichten Projekte bewerten und die besten Auszeichnungen vergeben. Der Name „Hiero“ bezieht sich auf den heiligen Hieronymus, der die Bibel ins Lateinische übersetzte, und bringt gleichzeitig den Gedanken des „Helden“ ins Spiel, was den Einsatz der Ehrenamtlichen würdigt.

Bei der Vorstellung des neuen Wettbewerbs betonte Sascha van den Broek, Leiter des Fachbereichs Kommunikationsberatung im Kölner Generalvikariat, die Wichtigkeit der ehrenamtlichen und professionellen Ausrichtung des Awards. Dies zeigt, dass die kirchliche Kommunikation nah an den Menschen und ihren Themen sein soll, was in der heutigen Zeit von entscheidender Bedeutung ist.

Die Entwicklung kirchlicher Kommunikation

Die Veränderungen in der Kommunikation der Gemeinden sind nicht zu unterschätzen. Eine aktuelle Studie, der MDG-Trendmonitor – Religiöse Kommunikation 2020/21, zeigt, dass die digitale Transformation eine immer größere Rolle spielt. Bischof Dr. Gebhard Fürst hebt hervor, wie wichtig sowohl digitale als auch analoge Kommunikationskanäle sind, um die verschiedenen Zielgruppen effektiv zu erreichen.

Die Studie hat ermittelt, dass ein Drittel der Katholiken das Internet für kirchliche oder religiöse Inhalte nutzt. Zudem bleibt die Religiosität in der Bevölkerung konstant, trotz eines Rückgangs der Kirchenmitglieder. Dies zeigt, dass es nach wie vor ein großes Interesse an kirchlichen Themen gibt, das durch innovative Kommunikationsformate noch besser angesprochen werden kann.

Kirchliche Medienarbeit muss sich also weiterentwickeln und den Menschen dienlich sein. Mit dem „Hiero Award“ bietet das Erzbistum Köln eine Plattform, die nicht nur die aktuellen Herausforderungen der Kommunikation aufgreift, sondern auch die Vielfalt und das Engagement in den Gemeinden sichtbar macht. Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.

Für alle Interessierten lohnt sich ein Blick auf die Webseite des Erzbistums Köln, um die Details zur Bewerbung und den verschiedenen Kategorien zu erfahren. Der „Hiero Award“ könnte der Beginn einer neuen Ära der kirchlichen Kommunikation in Köln sein!

Für tiefere Einblicke in die Entwicklungen der kirchlichen Kommunikation und die Erwartungen der Katholiken an ihre Kirche lohnt sich auch ein Blick in den MDG-Trendmonitor, der unter anderem die Attraktivität von Pfarr- und Verteilmagazinen untersucht. Hier geht es zur Studie.